Flügel unter ihrer Haut-1g

1074 Words

Kael antwortete nicht. Nicht sofort. Er beobachtete mich, als wollte er sich jedes Detail von mir einprägen. Schließlich sagte er: „Vielleicht beides.“ Ich wandte mich den dunklen Bäumen zu. Die Schatten beugten sich vor. Lauschten. Lauschten immer. „Ich spüre sie“, sagte ich leise. „Die vor mir. Die Frauen. Die Blutlinie. Sie sind nicht tot. Nicht wirklich. Sie flüstern in diesen Knochen.“ Kael kam wieder neben mich, berührte mich diesmal nicht – er stand nur so nah, dass ich wusste, er würde mich auffangen, falls ich fiele. „Ich glaube dir“, sagte er. Seine Stimme zitterte nicht. Aber meine schon. „Was, wenn ich zu etwas werde, das selbst ich nicht lieben kann?“ Er zuckte zusammen, als hätte ich ihn geschlagen. Seine Hand fand meine wieder, diesmal fester. „Ich werde dich trotzd

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