Flügel unter ihrer Haut-1f

855 Words

Der Wind frischte auf, sanft, aber kalt, und streifte die offene Stelle an meinem Rücken, wo der Umhang abgerutscht war. Meine Flügel waren unbedeckt. Ich rührte mich nicht, um sie zu bedecken. Sollen sie doch schauen. Sollen sie sich wundern. Sollen sie sich doch fürchten, wenn es denn sein muss. Kael stand direkt hinter mir. Ich spürte die Wärme seiner Anwesenheit, den gleichmäßigen Schlag seines Pulses, selbst ohne ihn zu berühren. Er hatte kein Wort gesagt, seit meine Flügel vollständig entfaltet waren. Er musste nicht. Ich wandte mich den Dorfbewohnern zu – meinem Volk, obwohl einige von ihnen nun beim Anblick von mir zusammenzuckten. Bei *diesem*. Bei dem, was aus mir geworden war. Die Stille spannte sich zwischen uns wie eine unausgesprochene Herausforderung. „Ich bin nicht h

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