--- Kael hielt mich, als wäre ich zerbrechlich. Aber ich fühlte mich nicht zerbrechlich. Nicht mehr. Meine Haut brannte noch immer dort, wo die zweiten Flügel gewachsen waren. Der Schmerz war roh und heilig, als hätte sich etwas Heiliges durch meine Wirbelsäule gezwängt und unter meinem Fleisch Platz eingenommen. Ich konnte nicht aufhören zu zittern. „Isla“, flüsterte Kael erneut und strich mir die Haare aus dem Gesicht. „Sprich mit mir. Bitte.“ Ich öffnete den Mund, aber kein Wort kam heraus. Mein Körper wusste nicht, wie er sprechen sollte. Meine Lunge brauchte noch Zeit, um zu begreifen, was geschehen war – was aus mir geworden war. Ich sollte keine solchen Flügel haben. Zwei waren schon unnatürlich. Vier fühlten sich wie ein Fluch an. „Ich … ich habe mir das nicht gewünscht“, f

