Der zerbrechende Mond-1b

888 Words

Das Heulen hallte noch lange in mir wider, nachdem die Stille zurückgekehrt war. Nicht nur ein Geräusch. Es war Erinnerung … Stimme … Macht. Kaels Hand umklammerte mein Handgelenk fester. „Sie riefen meinen Namen.“ „Und dann sahen sie mich an“, murmelte ich, den Blick auf die Stelle gerichtet, wo der letzte Geisterwolf gestanden hatte. „Als wäre ich die Antwort auf etwas, worum ich nie gebeten habe.“ Die Lichtung war nun still. Zu still. Selbst die Bäume schienen den Atem anzuhalten. Kael drehte sich langsam zu mir um, die Kiefer angespannt. „Wir müssen gehen. Bevor …“ „Warte“, sagte ich und trat vor. Der Boden war noch warm unter meinen Füßen. Nicht vom Mondlicht. Von mir. Ich spürte etwas unter der Oberfläche ziehen – als würden sich Wurzeln verschieben … oder Knochen rühren. „Sp

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