Kaels Atem war warm auf meiner Schulter, seine Arme lagen noch immer fest um mich geschlungen, als fürchtete er, etwas Zerbrechliches zwischen uns zu zerstören, wenn ich ihn losließ. Ich schwieg und fuhr mit den Fingern über die alte Narbe an seinen Rippen – die, über die er nie gesprochen hatte. Seine Haut war warm, sein Herzschlag ruhig, aber ich wusste, dass auch er es spürte. Die Veränderung in der Luft. Der heraufziehende Sturm. Ich lehnte mich an ihn und legte meine Stirn an seine Brust. „Es wird lauter.“ Er nickte, seine Stimme rau von der Stille. „Das Feuer in dir?“ „Nein. Das Heulen. Es ist fern … aber es kommt näher.“ Seine Hand glitt in meinen Nacken und gab mir Halt. „Der Mond verändert sich. Ich spüre es in meinen Knochen.“ Und er hatte Recht. Selbst unter der Erde konn

