Das Tor von Crimeson-1

923 Words

Die Nachtluft schmeckte nach Asche und kaltem Schweiß, als ich wie angewurzelt am Rand der Klippe stand. Islas Atem war noch warm auf meiner Haut. Die Schatten umgaben uns und flüsterten Geheimnisse, älter als der Mond selbst. Jeder Muskel in meinem Körper schrie danach, sich zu bewegen, zu jagen, zu kämpfen – doch die Angst hielt mich fest. Nicht um mich selbst, sondern um sie. Um das, was dieses Ding anrichten könnte, wenn es zurückkehrte. „Kael“, durchbrach Islas Stimme die Stille, sanft, aber scharf wie eine Klinge. „Wir sind hier nicht sicher.“ Ich nickte, den Blick auf den geschwärzten Horizont gerichtet, wo das Purpurtor verschwunden war. Die Ruinen hinter uns fühlten sich jetzt schwerer an, als trügen die Steine selbst die Last unzähliger Seelen, die der Zeit zum Opfer gefallen w

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