Das Tor von Crimeson-1b

1013 Words

Isla hatte sich nicht gerührt. Ihr Kopf ruhte an meiner Brust, ihr Atem ging unregelmäßig. Das purpurrote Leuchten des Tores warf lange Schatten über die Klippe und umspielte ihre Haut wie glühende Kohlen in der Dunkelheit. Mein Herz raste noch immer, nicht nur aus Angst – sondern aus etwas Tieferem. Diese Vision … die andere Version von mir, von ihr. Ich konnte noch immer die Hitze des Schlachtfelds spüren, das Gewicht des Schwertes, den Druck ihrer Lippen auf meinen, bevor alles in Flammen aufging. „Isla“, flüsterte ich und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht, „bist du bei mir?“ Langsam öffnete sie die Augen, erst unkonzentriert, dann fixierte sie mich. Sie hatte eine Tiefe, die ich noch nie zuvor gesehen hatte – als blickte sie nicht nur mich an, sondern durch die Zeit selbst

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