Selena stand vor dem Spiegel, die Lippen zu einer dünnen Linie gepresst, während sie widerwillig den letzten Riemen des roten Kleides schloss. Der dünne, freizügige Stoff schmiegte sich an ihren Körper und ließ kaum Raum für Fantasie. Sie fühlte sich entblößt, verletzlich – und wütend. Adrian hatte bereits so viele Bereiche ihres Lebens kontrolliert, und jetzt war nicht einmal ihre Kleidung sicher vor ihm. Ihr Spiegelbild starrte sie trotzig an, trotz ihres Unbehagens. *„Gut“,* dachte sie. *„Wenn er will, dass ich das trage, dann werde ich es tragen. Aber ich werde ihm nicht die Genugtuung geben, mich gebrochen zu sehen.“* Als sie aus dem Zimmer trat, tauschten der Wachmann und das Dienstmädchen einen Blick, sagten aber nichts. Sie ignorierte sie, hob das Kinn und ließ sich wortlos den F

