Die Abendluft fühlte sich bedrückend an, als Selena sich auf den Weg zu Adrians Arbeitszimmer machte. Ihre Schritte waren schwer, doch ihr Entschluss stand fest. So konnte sie nicht weiterleben. Jeder Moment in diesem Haus erinnerte sie daran, wie tief sie unter Adrians Kontrolle gefallen war – und das musste ein Ende haben. Heute Nacht würde sie ihm die Wahrheit sagen – sie würde gehen. Die Tür zum Arbeitszimmer stand einen Spalt offen, und sie stieß sie auf, ohne anzuklopfen. Adrian saß an seinem Schreibtisch, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und hielt ein Glas Whiskey in der Hand. Seine dunklen Augen hoben sich zu ihr, kalt und berechnend, als hätte er sie erwartet. „Selena“, sagte er gedehnt, seine Stimme war tief und glatt. „Was verdanke ich diesem unangekündigten Besuch?“ Sie sc

