Selena wachte auf und spürte eine ungewöhnliche Stille im Haus. Einen Moment lang lag sie im Bett, ihre Augen auf die Decke gerichtet, während das schwache Morgenlicht den Raum erfüllte. Die Stille war unheimlich. Adrian war nie eine ruhige Präsenz gewesen. Selbst wenn er nicht sprach, hallten seine Schritte, seine Stimme trug weit, seine Dominanz füllte jede Ecke des Hauses. Doch heute war es unheimlich still. Sie setzte sich auf, zog die Stirn kraus und warf einen Blick auf die Uhr. Es war fast neun Uhr morgens. Adrian ging nie ohne Bescheid zu sagen fort – nicht weil es ihm wichtig war, sondern weil er es genoss, sie daran zu erinnern, dass sie unter seiner Kontrolle stand. Sie schlüpfte aus dem Bett, wickelte sich in einen Bademantel und schlich den Flur entlang. Die Wachmänner, die

