11

725 Words

Min Ich saß mit den Ellbogen auf dem Küchentisch und versuchte, meine Augen auf etwas zu fokussieren. Vier Stunden Schlaf – das war viel zu wenig. Und obendrauf war ich den ganzen Vormittag im OP gewesen. Na ja, nicht wirklich im OP. Ich saß im Beobachtungsraum, was auch nicht viel spannender war, weil man ja kaum etwas sehen konnte. Kuno saß auf meinem Schoß und aß sein Frühstück. Ich sah ihn an und spürte das vertraute Ziehen in der Brust. Ich vermisste ihn schon, obwohl er direkt vor mir saß. All diese Stunden, all der Stress – ich musste mir immer wieder sagen, dass das alles für ihn war. Für seine Zukunft. Ingrid war da schon auf den Beinen, angezogen, perfekt gestylt, mit Make-up und fertig frisierten Haaren. Sie schwebte geradezu durch die Küche. Ich runzelte die Stirn. „Was sti

Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD