Kapitel 15

1514 Words

Der Herbst kehrte zurück, doch diesmal trug er keine Kälte mit sich. Die Blätter fielen in warmen Tönen von Gold und Kupfer, bedeckten den Hof der Festung wie ein weicher Teppich. Der Blackriver floss langsamer, spiegelte die bunten Kronen der Bäume in seinem ruhigen Wasser. Der Wind flüsterte durch die Birken, sang alte Melodien, die niemand mehr ganz verstand, doch alle spürten. Das Rudel lebte in einem seltsamen, süßen Gleichgewicht. Die Wunden der Vergangenheit waren verblasst, doch die Erinnerungen lebten weiter, in Geschichten am Feuer, in Liedern, die Luna sang, in den Blicken, die Jasmine und Kael austauschten, wenn niemand hinsah. Luna war nun vier Jahre alt. Sie war nicht mehr nur ein Kind. Sie war etwas anderes. Etwas Neues. Ihre goldenen Augen hatten einen Hauch von Blau in si

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