Der fünfzehnte Winter begann mit einem Morgen, der keiner war. Die Sonne stieg nicht auf. Sie hing einfach am Himmel, ein blasses, kaltes Scheibchen, das sich nicht bewegte, als hätte jemand die Zeit selbst angehalten und den Zeiger festgeklemmt. Das Tal lag in einem Licht, das weder Tag noch Nacht war, ein ewiges Zwielicht, das die Schatten lang und scharf machte, ohne sie je ganz verschwinden zu lassen. Die silbernen Bäume standen starr. Ihre Früchte, jetzt schwarz und hart, fielen nicht ab. Sie hingen wie tote Herzen, pulsierten schwach, als würden sie auf etwas lauschen, das noch nicht gekommen war. Jasmine erwachte mit einem Gefühl, als hätte jemand ihre Lunge durch eine dünne Nadel ersetzt. Jeder Atemzug kostete Mühe. Die Luft schmeckte nach Metall und nach etwas Süßem, das an Verwe

