Der sechzehnte Winter kam nicht mit Kälte. Er kam mit Leere. Am Morgen, an dem alles begann, stand die Sonne nicht mehr am Himmel. Sie war da, ein blasses, reglose Scheibe, die weder wärmte noch Schatten warf. Das Licht, das von ihr ausging, fiel flach auf das Tal, ohne Tiefe, ohne Kontrast, als hätte jemand die Welt in eine Zeichnung verwandelt und die Graustufen vergessen. Die silbernen Bäume ragten wie erstarrte Skelette empor. Ihre schwarzen Früchte hingen unbewegt, pulsierten nicht mehr, atmeten nicht mehr. Selbst der Schnee, der seit Monaten lag, bewegte sich nicht. Keine Flocke löste sich. Kein Windhauch rührte ihn an. Die Welt hatte aufgehört zu leben und wartete nur noch darauf, dass jemand den Mut fand, sie endgültig sterben zu lassen. Jasmine erwachte mit dem Gefühl, dass ihr K

