Der Fluss, der an der westlichen Grenze von Rivertown entlangfloss, war normalerweise ein beliebter Treffpunkt für Kinder im Sommer. Doch in diesem Jahr war er ungewöhnlich ruhig. Vielleicht lag es daran, dass die Hitze das Wasser in einen trägen, warmen Strom verwandelt hatte. Vielleicht aber auch an dem seltsamen Gefühl, das in der Luft lag, wie ein Vorbote von etwas Unheilvollem. Es waren die beiden Mortensen-Jungs, Billy und Sam, die an diesem Morgen zuerst zum Fluss gingen. Sie waren acht und zehn Jahre alt und für ihre Streiche und Entdeckungstouren bekannt. Ihre Mutter hatte ihnen verboten, allein zum Fluss zu gehen, aber die Langeweile hatte gesiegt. Billy watete im seichten Wasser, während Sam mit einem Stock das Ufer entlangging und gegen die Steine schlug. Die beiden redeten lau

