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Liebende Alpha-Dunkelheit

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Blurb

Man sagt Dunkelheit sei furchtbar, dass er ohne Reue töte, dass er der Tod selbst sei, und doch finde ich mich in ihn verliebt.

Er hat mich entführt, er hat mich meiner Welt und meinem Volk geraubt und mich in eine Welt voller Monster getrieben, in eine Welt grauenhafter, angsteinflößender Kreaturen. Er hat mir wehgetan, doch ich werde immer an seine Seite zurückkehren.

Dunkelheit hatte keine Kinder, kein Leben, kein Licht, außer seinem Königreich und seiner Macht.

Er war der Inbegriff des Bösen selbst, bis er Vanilla traf. Seine süße Menschenfrau, Vanilla, die ihm alles gab, ihre Liebe und ihr Licht. Sie machte ihn zu einem Mann, schenkte ihm ein Kind, nährte seinen Samen.

Er würde alles tun, um sie zu beschützen, selbst wenn es bedeutet, sein Königreich zu verlier

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01||~ Vanilla.
01||~ Vanilla. ~~~~ Sie war ihr ganzes Leben lang gerannt, und allein der Gedanke daran erfüllte sie mit dem kältesten Gefühl überhaupt: Angst. Doch wer hätte gedacht, dass sie ihre verhassteste Fähigkeit jetzt brauchen würde? Vanilla hörte ihren eigenen schweren Atem und das laute Stampfen ihrer Schritte, während sie rannte. Immer wieder blickte sie zurück und konnte die monströsen Kreaturen, die sie verfolgten, nicht deuten. „Was zum Teufel sind das?“, schrie sie in Gedanken. Nicht eine, nicht zwei, sondern drei große, wolfsähnliche Wesen waren hinter ihr her. Vanilla hatte einst gedacht, Dunkelheit sei furchterregend, aber sie hatte sich geirrt. Diese Kreaturen waren beängstigend. „Schnappt sie euch!“ Sie hörte eines von ihnen mit unmenschlicher Stimme knurren, und Grauen durchfuhr sie bis ins Mark, als sie ihre Schritte beschleunigte. „Nein! Nein! Das muss ein Traum sein, Tiere können nicht sprechen“, murmelte sie ungläubig. „Lasst sie nicht entkommen!“ Aus Angst, eingeholt zu werden und sie leblos und ohne Leiche dazustehen, beschleunigte sie ihre Schritte. „Bitte … nein.“ Ihr Atem ging schwerer, als das Geräusch von Pfoten näher kam. Jetzt kümmerte sie sich nicht mehr darum, verletzt zu werden und die Dunkelheit anzuziehen, auch nicht mehr darum, warum sie in den Verlorenen Schleier gegangen war. Alles, was sie wollte, war, von dort wegzukommen. In Sicherheit. Vanilla wusste, sobald sie die Tür fand, würde sie die Zivilisation erreichen. Doch ihre Gedanken wurden unterbrochen, als sich ihr Haar in einem Ast verfing. Vanilla hielt nicht an. Doch auch sie konnte nicht entkommen. Gerade als sie ihr Haar vom Ast befreite, wurde sie plötzlich von hinten gestoßen. Die Wucht des Stoßes schleuderte sie in die Luft. Kalter Wind streifte ihr Gesicht, als sie einen schrillen Schrei ausstieß, der im selben Moment erstickte, als sie mit der Seite auf den nassen Boden aufschlug. „Du bist schnell, kleine Muse.“ Einer von ihnen scherzte. Vanilla wurde von Schmerz übermannt. Ihr Atem stockte, als sie sich auf dem Boden wälzte. Sie versuchte nicht, wieder zu Atem zu kommen, sondern rappelte sich auf und rannte erneut los. Doch es war zu spät, sie hatten sie bereits umzingelt. Ihre Augen suchten den Wald nach einem Fluchtweg ab. Als sie einen fand, zögerte sie nicht lange, stand auf und rannte auf die Lichtung zu. Aber sie war zu langsam. Einer von ihnen holte sie ein, und eine Hand riss sie an den Haaren. „Wo willst du denn hin?“, fragte eine tiefe, menschliche Stimme. Vanilla schrie auf und wehrte sich heftig, doch sein Griff war unerwartet fest. Egal wie sehr sie sich auch wehrte, sie konnte ihre Haare nicht aus seinem Griff befreien. Sie versuchte, ihn zu treten oder sich umzudrehen, doch ihre Bemühungen schmerzten nur. „Lass mich los!“, schrie Vanilla. „Lass mich gehen!“ Seine Antwort war, sie an der Kopfhaut zu packen und sie an den Haaren zurückzureißen. Sie stürzte zu Boden, direkt vor zwei große Wesen. Vanilla drehte sich um und sah denjenigen an, der sie gepackt hatte. Zwei große, narbenartige Krallenspuren zierten sein Gesicht. Ihr Herz zog sich zusammen. „Warum tust du mir das an? Ich kenne dich gar nicht! Lass mich los!“, forderte sie. Doch der Mann schwieg. Stattdessen schritt er auf sie zu. Da bemerkte Vanilla, dass er nackt war. Ihre Lippen öffneten sich, als sie langsam zurückkroch. Ihre Hände suchten nach etwas, womit sie sich schützen konnte. Sie war fest entschlossen, ihn nicht mit ihr machen zu lassen, was auch immer er vorhatte. „Bleib weg von mir!“ Ihre Hand griff nach einem größeren Stein, den sie mit aller Kraft umklammerte. Doch bevor er sie erreichte, hielt er inne und runzelte die Stirn. „Darren, hörst du das?“ Eines der Wesen sprach, sein Fell war schwarz und es humpelte, ein kaum wahrnehmbares Humpeln. „Das muss die Dunkelheit sein. Geht schon, wir machen hier weiter“, fügte der andere mit dem weißen Fell hinzu. Vanilla hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, wer die Dunkelheit war. Ihr Kopf war voller Überlegungen, wie sie ihnen entkommen konnte. „Die hier ist eine Kämpferin, sei vorsichtig mit ihr“, sagte der, der sich Darren nannte. Dann drehte er sich um und rannte in den Wald. Seltsamerweise war er viel zu schnell für einen Menschen. Gerade als Vanilla ebenfalls die Flucht ergreifen wollte, sah sie etwas, das sie wie gelähmt zurückließ. Der Mann … der Mann, der sie eben noch an den Haaren gepackt hatte, hatte sich in eines der Monster verwandelt. Vanilla konnte den Blick nicht von dem Ort abwenden, an dem er verschwunden war. Sie fand es seltsam. Aber was war das? „Ethan, hilf ihr“, sagte der Schwarzhaarige mit dem Hinken zu dem Weißhaarigen. „Na schön, die Drecksarbeit erledige ich wie immer.“ Erst da kam Vanilla wieder zu sich. Sie ignorierte den Schmerz an ihrer Seite und warf den Stein in ihrer Hand demjenigen namens Ethan in die Augen. Sie hörte ihn fluchen, als sie erneut die Flucht ergriff. Vanilla war nicht so schnell wie erwartet, doch sie gab nicht auf, angetrieben von der Verzweiflung, ihnen zu entkommen. Sie kam nicht weit, denn Ethan erwischte sie erneut. Diesmal packte er sie mit den Zähnen, schleuderte sie hoch und warf sie auf seinen Rücken. Bevor Vanilla sich wehren konnte, verlor sie durch Ethans Geschwindigkeit das Gleichgewicht. „Ich wette, ich bin schneller als du, wenn ich das Schloss erreiche“, rief er seinem Begleiter zu. „Lass mich runter!“, zischte Vanilla und wehrte sich gegen seinen Rücken. Doch er hörte nicht auf sie, sondern beschleunigte und rannte mit unmenschlicher Geschwindigkeit weiter. Er war so schnell, dass Vanilla nur noch ein verschwommenes Grün und Weiß sah. „Lass mich runter, du Bestie!“ Sie schrie. „Ja, ich bin wahrlich ein Biest. Jetzt bleib still, sonst nehme ich dich in den Mund!“ Ihre Flüche und Schreie wurden ignoriert, als sie tiefer in den Wald getragen wurde und den Ort zurückließ, an dem sie hätte fliehen können. Nun konnte sie nur noch hoffen, dass das, was vor ihr lag, nicht ihr Ende bedeuten würde. Je tiefer sie in den Wald vordrangen, desto dunkler wurde es. Vanilla wurde schwindlig von der ständigen Geschwindigkeit und einem seltsamen Geruch. Der Geruch war fremd, zugleich beruhigend und beängstigend. Er hing in der Luft, seit sie den Verlorenen Schleier betreten hatte. Man hatte sie gewarnt, ihr gesagt, sie solle nicht dorthin gehen, und nun musste sie die Konsequenzen tragen. Anstatt sich zu wehren, beschloss sie, ihre Kräfte zu schonen. Es würde noch schlimmer kommen … falls sie nicht getötet oder gefressen würde. „Ich muss überleben, ich habe schon Schlimmeres erlebt.“ Ihr Herz war voller Entschlossenheit. Solange sie lebte, würde sie auf ihre Chance zur Flucht warten. Der widerliche Geruch umhüllte sie, bis sie die Augen nicht mehr offen halten konnte. Erschöpfung überkam sie. Ihre Augen fielen zu. ~ ~ ~ Vanilla stöhnte, als sie sich auf dem kalten, harten Boden aufsetzte. Die stickige Luft ließ sie niesen. „Wo bin ich?“ Sie murmelte. Es roch nach Schimmel und verbranntem Feuer. Schnell stand sie auf und versuchte, sich umzusehen, doch es war dunkel. Das einzige Licht kam von draußen – aus dem Raum oder war es eine Zelle? Ihre Hand fuhr über die Wände. Sie waren aus Stein. Direkt vor ihr befand sich ein Gitterstab, wie in einem Verlies. Vanilla atmete erleichtert auf. Wenigstens lebte sie noch. Ihre Füße waren nicht gefesselt, und sie war auch nicht geknebelt. Sie hatten sie unterschätzt, und das zu Recht. Gerade als sie sich wieder hinsetzen wollte, hörte sie Schritte. Nicht die Schritte dieser Kreaturen, sondern die von etwas noch Schlimmerem. Gemächliche Schritte, als ob die Person keinerlei Sorgen hätte. Derselbe Geruch nach Moschus und Regen stieg ihr in die Nase. Vanilla wich sofort in die Dunkelheit zurück und wartete auf denjenigen, der da war. Je näher die Schritte kamen, desto heftiger pochte ihr Herz gegen ihre Brust – nach etwas, das sich anfühlte, als ob … Für immer – ein Schatten huschte über die Bar, dann trat ein Mann ein. Die Luft um ihn herum war von Dominanz erfüllt, und allein seine Anwesenheit ließ ihr die Knie weich werden, nicht aus etwas anderem als Angst. Vanilla schluckte. „Also.“ Seine Stimme war tief, sanft und ruhig, aber dennoch voller Autorität. „Du bist es, die Ethans Gesicht blutig geschlagen hat.“ Vanilla antwortete nicht. Der Mann legte den Kopf in den Nacken. „Ich habe deinen Schrei nach Überleben gehört, aber jetzt bist du stumm.“ Er trat ins Licht, und erst jetzt sah sie ihn richtig. Er war groß, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch in seiner Ausstrahlung. Schatten umgaben ihn, als gehörten sie ihm. Sein Haar war schwarz, seine Augen undurchschaubar, und irgendetwas an seiner Art ließ ihren Magen sich zusammenziehen. Doch was sie am meisten beeindruckte, war sein Blick. Er sah sie nicht an, und sie konnte auch nicht erkennen, worauf er blickte. „Du läufst gut“, sagte er. „Die meisten betteln, schreien oder suchen den Tod. Aber du hast gekämpft.“ „W-Wer bist du?“, fragte sie zitternd. „Du kannst mich Dunkelheit nennen.“ Vanillas Lippen bebten, sie presste sich fester gegen die Wand. „W-Wirst du mich t-töten?“ ~P-Lia~

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