~ PENTHOUSE~
•KONTROLLRAUM•
Die Tür knallte mit einer Wucht auf, die die Wände erzittern ließ, und Aria stürmte wie ein Orkan in den Kontrollraum. Das Geräusch schreckte alle im Raum auf, und ihre Köpfe drehten sich mit weit aufgerissenen Augen zu ihr um.
„Aria, was zur Hölle?“, fragte Kelvin.
„Du solltest verstehen, dass dieser Ort nur für Benutzer ist. Stürz dich nicht einfach so rein?“, sagte Jordan wütend.
Die Störung störte sie jedoch nicht. Sie war konzentriert, ihre Wut deutlich spürbar. Sie marschierte direkt zum Tisch, schnappte sich eine Zigarette aus der Packung und zündete sie mit dem Feuerzeug an. Die Zigarette fing Feuer, und sie nahm einen tiefen Zug und atmete den Rauch in einer schweren Wolke aus, die wie ihre Wut in der Luft hing.
„Was zur Hölle ist los mit ihr?“, fragte Doe, die die ganze Zeit geschwiegen hatte, endlich.
„Ich glaube, sie wird verrückt.“ Jordan knirschte angewidert mit den Zähnen.
Aria ignorierte sie und ging im Zimmer auf und ab, die Zigarette baumelte unsicher zwischen ihren Fingern.
„Siehst du, Aria, ich glaube, du übernimmst schon zu viel. Überlass das dem Capo!“, sagte Kelvin ruhig, aber bestimmt, während er den Computer vor ihm herunterfuhr.
Aria blieb mitten im Schritt stehen und kniff die Augen zusammen. Sie nahm einen weiteren Zug von ihrer Zigarette und blies den Rauch mit einem frustrierten Knurren aus.
„Ich sehe keinen Grund, warum der Capo diese Schlampe noch festhält. Sie sollte doch tot sein. Sie hat uns gesehen! Sie hat verdammt noch mal unsere Gesichter gesehen!“ Ihre Stimme wurde mit jedem Wort lauter, ihre Wut kochte über.
„Sie wird uns alle in Gefahr bringen!“
Jordan und Kelvin tauschten Blicke, ein stummes Gespräch entbrannte zwischen ihnen. „Warte“, sagte Jordan langsam und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Bist du nur wütend, weil sie unsere Gesichter sieht, oder gibt es da noch etwas anderes, das wir nicht wissen?“, fragte er mit einem finsteren Grinsen im Gesicht, doch Kelvin kniff ihn und forderte ihn auf, damit aufzuhören.
Arias Kiefer spannte sich an. „Ich bin wütend, weil ich nicht weiß, warum Capo dieses Miststück noch am Leben hält. Die Regel war einfach: Jeder, der unser Gesicht sieht, muss sofort getötet werden. Warum ist sie eine Ausnahme?“ Sie ballte die Fäuste, ihre Nägel gruben sich in ihre Handflächen.
Kelvin seufzte und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. „Ich glaube, du überreagierst. Sie ist ja nicht freigelassen worden. Warum regst du dich so auf?“
„Ich mag dieses Mädchen nicht!“, explodierte Aria, ihre Stimme hallte von den Wänden wider. „Mir hat die Vorstellung noch nie gefallen, dass Capo in diesen Stripclub geht und dieser Schlampe beim Tanzen zusieht. Und jetzt taucht sie bei unserem Treffen auf, verursacht Chaos und landet in unserem Penthouse. Und trotzdem wird nichts unternommen!“ Ihre Brust hob und senkte sich, als sie sie wütend anstarrte, ihre Frustration kochte über.
Jordan seufzte, als er abrupt aufstand, sein Stuhl kratzte über den Boden. Er ging zur Tür und öffnete sie weit, sein Gesichtsausdruck undurchschaubar. „Okay … warum gehst du nicht einfach zu Capo, anstatt uns in die Ohren zu schreien?“, schlug er mit beißender Stimme vor.
Aria kicherte ungläubig und kniff die Augen zusammen, als sie ihn anstarrte. „Warte, jagst du mich raus?“
Jordans Geduld riss. „Eigentlich, Aria, wenn du nicht sofort hier rauskommst, puste ich dir vielleicht die Hirn raus!“ Seine Stimme war leise, gefährlich und von einer Drohung durchzogen, die den Raum erschauern ließ.
„Nein, nein, nein … immer mit der Ruhe!“, warf Kelvin schnell ein und trat mit beschwichtigend erhobenen Händen zwischen sie.
Aber Jordan ließ sich nicht darauf ein. „Kelvin, unterbrich mich nicht. Ich muss ihr wirklich eine Lektion über Grenzen erteilen. Wenn du weißt, dass du noch eine Rechnung mit Capo offen hast, warum triffst du dich dann nicht einfach mit ihm und bietest dich an, damit er dich richtig durchficken kann?“ Seine Worte waren hart und schnitten durch die Luft wie ein Messer.
Arias Augen weiteten sich, und für einen Moment war sie zu fassungslos, um zu sprechen. Dann verzog sich ihr Gesicht vor Wut. „Wie kannst du es wagen, so mit mir zu reden!“, knurrte sie mit zitternder Stimme.
„Nein … nein … hört beide auf!“ Don schritt ein und zerrte Aria mit Gewalt nach draußen.
„Es ist noch nicht vorbei, Jordan. Ich kümmere mich um dich!“, drohte sie, bevor sie gewaltsam verschwand.
„Hey, Jordan, ich dachte, du wärst ein Mann. Du wolltest dich mit einer Frau streiten?“, fragte Kelvin.
„Sie ist nicht die einzige Frau in diesem Penthouse, aber sie macht in letzter Zeit zu viel!“, fauchte Jordan. „Sag ihr, sie soll Grenzen lernen, wenn sie wirklich länger hier bleiben will“, sagte Jordan kühl, bevor er davonstürmte.
Dunkle Gasse•
Arias Blick huschte umher, als sie in die dunkle Gasse einbog. Schwer atmend holte sie ihr Handy aus der Tasche und wählte einen Anruf.
„Warum zum Teufel hast du gleich geantwortet, als ich angerufen habe?!“, fragte eine tiefe Stimme aus dem Telefon, sobald die Verbindung hergestellt war.
„Tut mir leid, Chef, ich war mitten in einem Streit“, entschuldigte sie sich sofort.
„Und wie ist die Entwicklung, und wie geht es meinem kleinen Feind?“, fragte die Unbekannte und meinte damit Deigo.
„Er steht noch immer dummerweise unter meinem Charme. Ich bin sicher, bald wird er mir sein volles Vertrauen schenken, und ich werde die Kontrolle übernehmen und dich mit allen Informationen versorgen, die du brauchst, und wir übernehmen“, sagte sie mit einem dunklen Lächeln.
„Du musst dich beeilen, Rache hat für mich oberste Priorität, und du wirst dafür sorgen, dass sie dir gelingt“, sagte die Unbekannte, bevor sie auflegte.
Arias Lächeln verschwand und wurde von einem Stirnrunzeln abgelöst. „Gerade als ich dachte, ich hätte gewonnen, tauchte diese Stripperin von der God Farm aus dem Nichts auf und löste eine Kette der Zerstörung zwischen uns aus“, kicherte sie ernst und schloss das Handy in ihre Tasche.
„Wenn er nicht bereit ist, sie gehen zu lassen, dann muss ich es selbst tun“, murmelte sie mit einem dunklen Grinsen auf den Lippen.