KAPITEL 3

1692 Words
Ambers Sicht Wer zum Teufel ist diese Suzy? Und wie kann es sein, dass nicht jeder merkt, dass ich eine völlig andere Person bin als sie? Kann ich wirklich ihr Doppelgänger sein, oder was für ein Schwachsinn ist das denn bitte? Ich presse die Augen fest zusammen und hole tief Luft, um auch nur den letzten Rest an Kontrolle über meinen Körper zurückzugewinnen. Und es funktioniert. Der Raum hört für einen Moment auf, sich zu drehen. „Sie haben die falsche Person. Ich bin nicht Suzy!“ Wie schade! Ich lalle nur noch undeutlich und möchte mich am liebsten selbst schlagen, weil ich zu viel Alkohol getrunken habe. "Wirklich?" Seine Augenbraue – die mit der Narbe – hebt sich leicht vor Belustigung. Dann senkt sich sein Blick zu meinem Mund, dann tiefer, gleitet langsam über mein Dekolleté, hinunter zu der Stelle, wo meine Oberschenkel aneinanderstoßen. Als er wieder aufblickt, blitzt es in seinen Augen heiß auf. Dunkel und gefährlich. „Bei mir funktioniert es nicht, dich als jemand anderes auszugeben, Suzy.“ Er schnaubt verächtlich und streicht mir leicht über die Haare. „Du hast dir sogar die Haare schwarz gefärbt? Echt jetzt?“ Ich verdrehe die Augen. Dieser Mann ist nicht nur attraktiv. Er muss auch taub sein. Ich knirsche mit den Zähnen und knurre: „Kannst du mir einfach zuhören –“ Mir bleibt die Sprache im Hals stecken, als er mich hochhebt und auf das Bett zugeht. „Ich werde dich so sehr ruinieren, dass du nie wieder daran denken wirst, vor mir wegzulaufen“, sagt er heiser. Panik ergreift mich. Oh Göttin. Nein! Ich versuche verzweifelt, mich aus seinen Armen zu befreien, aber natürlich ist es vergeblich. Dieser Mann ist ein muskulöser Körper. Seine kräftigen Arme umfassen fest meine Taille, als er mich sanft auf das Bett setzt. Er klettert über mich, drückt mich aufs Bett und stützt sich mit den Armen ab. Seine Lippen finden meinen Nacken und hinterlassen sanfte, feuchte Küsse, die in mir ein Kribbeln und ein Ziehen im Magen auslösen, wie es Ryan seit Jahren nicht mehr geschafft hat. Als seine Finger meine nackten Oberschenkel berühren, durchströmt mich ein brennendes Gefühl auf meinen empfindlichen Nerven. Mein Innerstes beginnt unruhig zu pulsieren, warme Hitze sammelt sich in mir. Nein! Das fühlt sich nicht richtig an. Ein völlig Fremder sollte mir solche Gefühle nicht einjagen. „Ich hab dich so verdammt vermisst. Du hast keine Ahnung.“ Er flüstert mir ins Ohr, während seine Finger über meinen Körper streichen. Göttin! Ich muss ihn aufhalten, sonst verliere ich noch den Verstand vor lauter l**t. „Was zum Teufel tun Sie da?“, protestiere ich. „Das ist ein Verbrechen! Ich bin nicht Suzy!“ „Du bist betrunken!“, lacht er. „Und ja, du bist jetzt nicht Suzy. Du bist das kleine Kätzchen, das ich heute Abend ordentlich durchnehmen werde!“ Ich bin im Begriff, ihm als letzten Ausweg einen Faustschlag ins Gesicht zu verpassen, doch plötzlich bewegen sich seine Finger, gleiten unter mein Kleid, vorbei an meinem Spitzenhöschen und streifen meine Schamlippen. "Verdammt!" Ein Stöhnen entfährt meiner Kehle, schamlos und entfesselt. „Offenbar gefällt dir nicht, was ich mit dir mache, aber du bist schon ganz feucht vor Verlangen nach mir“, krächzt er, sein Atem heiß auf meiner Haut. Ich möchte etwas erwidern. Ich schwöre, ich möchte es wirklich. Doch er streichelt bereits meinen Unterleib, was mich kurzzeitig völlig aus dem Konzept bringt. Ich kneife die Augen zusammen, mein Körper wölbt sich und meine Zehen krallen sich fest. Ich dürfte das gar nicht genießen! Es ist alles so falsch. Aber seine Berührung fühlt sich einfach so gut an. Zu gut. Vielleicht ist das genau das, was ich tun muss, um Ryan und Jade komplett zu vergessen. Es ist ja nur eine Nacht voller Spaß. Wie schlimm kann es noch werden? Ja, genau. Ich habe mich einfach von der Hitze und der l**t mitreißen lassen, die durch meinen Körper strömten. Zufrieden knurrt er über meine Unterwerfung, ein Grinsen huscht über sein Gesicht, während er mich meiner Kleidung entledigt. Sein Körper versteift sich, während meine Brüste frei auf und ab hüpfen. „Du bist so verdammt umwerfend, Suzy!“, haucht er, und in seinen Augen blitzt Hunger auf. Er packt meine Brust und schmiegt sich zwischen sie. Dann drückt er mit dem Daumen auf meine Brustwarzen, bis sie sich schmerzhaft zusammenziehen. Er saugt erst an der einen Brust, dann an der anderen, bevor er mit seinen Küssen meinen Körper hinunterfährt und meinen Bauch küsst. Ich bin voller Vorfreude. Ich will diesen Mann! Verdammt! Ich könnte vor Aufregung fast aufheulen. Wie auf ein Stichwort küsst er sich den Weg zu meinen Lippen hinauf. Und es ist nichts Sanftes. Nur Feuer, Leidenschaft und heißes, weißes Verlangen. Seine Zunge gleitet meine Kehle hinab und saugt aus meinem Mund, als hinge sein Leben davon ab. Ich erwidere seinen Kuss mit derselben Intensität und fahre ihm mit den Fingern durchs Haar bis zu seiner Brust. Als er den Kuss löst, dreht sich mir alles. Sein Körper zittert, als könne er die Hitze genauso wenig ertragen wie ich. Er drückt sich eng an mich, reißt an seinem Handtuch und lässt mich ihn berühren – seinen dicken, geäderten p***s. Ich führte ihn in mich hinein, und als er sich an meinen weichen, feuchten Kern schmiegte, faltete und entfaltete ich mich. Dann beginnt er sich zu bewegen, stößt langsam hinein und wieder heraus. Doch schon bald beschleunigt er sein Tempo. „Argh!“, stöhne ich, werfe den Kopf zurück und krall mich in die Bettlaken. Meine Beine zittern unaufhörlich, und ich muss sie um seine Hüften schlingen, da die Leidenschaft droht, mich auseinanderzureißen. Er stieß einen erstickten Laut aus, schloss die Augen und stieß noch heftiger zu. "Oh, verdammt!" Ich kann die Schreie nicht unterdrücken. „Du fühlst dich so gut an, Suzy. So gut.“ Er stöhnt, seine Stimme heiser vor Vergnügen. In dem Moment, als seine Stöße wilder werden und sein Körper vor Erregung kocht, beginnt mein Körper um seinen Körper herum zu krampfen. "Verdammt, Suzy!", knurrt er, während sein Körper über mir zuckt und warme Flüssigkeitsstöße in mich hineinspritzt. Eine Hitze durchströmt meinen Körper, als ich zum Orgasmus komme. „Oh ja! Ja!“ Ich implodiere. AM NÄCHSTEN MORGEN; Sonnenlicht trifft mein Gesicht und reißt mich aus dem Schlaf. Ich habe so friedlich geschlafen wie seit vier Jahren nicht mehr. Es fühlt sich an, als wäre ich ins Paradies gereist und zurückgekehrt. Moment mal! Wo bin ich? Der Raum wird langsam schärfer – das riesige Fenster, die teure Inneneinrichtung, meine Dessous, die an einem Lampenschirm hängen. Ich masturbiere auf dem Bett. Scheiße! Heilige Scheiße! Was habe ich getan? Der Mann liegt noch immer im Bett und schläft tief und fest. Mir schwirrt der Kopf. Hatte ich gerade wirklich den besten s*x meines Lebens mit einem völlig Fremden? Ich bin voller Selbstvorwürfe, aber es ist bereits geschehen. Ich muss hier weg. Schnell! Bevor er aufwacht und mich wieder „Suzy“ nennt. Ich schnappe mir schnell sein Hemd vom Boden und ziehe es ihm an. „Hoffentlich sehe ich ihn nie wieder“, murmele ich leise und werfe ihm einen letzten Blick zu, bevor ich aus dem Zimmer schlüpfe. **** Seit meinem Streit mit Ryan sind zwei volle Tage vergangen. Zwei volle Tage seit dieser außergewöhnlichen Nacht mit dem attraktiven Fremden. Und trotzdem geht es mir immer noch nicht aus dem Kopf. Es war alles, was ich mir gewünscht hatte – Hitze, Leidenschaft und Verlangen. Alles, was Ryan mir niemals geben konnte. Wo wir gerade von Ryan sprechen: Dieser Kerl hat mich mit unzähligen Anrufen bombardiert und mich aufgefordert, zurückzukommen. Es war so schlimm, dass ich mir ein neues Handy kaufen musste. Ehrlich gesagt, so sehr ich mir auch eine ordentliche Scheidung wünsche, habe ich kein Geld für einen guten Anwalt. Ich bin schlichtweg mittellos. „Du kommst doch nicht etwa zu spät zum Vorstellungsgespräch?“, rief Olivia aus dem Wohnzimmer und riss mich aus meinen Gedanken. Stimmt! Ich habe vergessen, Olivia zu erwähnen. Inzwischen nenne ich sie praktisch „meine Retterin“. Denn das ist sie natürlich auch. Die Mondgöttin muss wohl endlich begriffen haben, dass sie mir mehr Unglück gebracht hat, als irgendjemand verkraften kann – Omega-Rang, wolfslos, keine Familie. Ja, genau. Ich hatte das Glück, Olivia wiederzusehen. Wir waren in der High School befreundet, aber wir haben den Kontakt verloren, nachdem sie das Moonbloom-Rudel verlassen hatte. Als wir uns vor zwei Tagen zufällig trafen und sie hörte, was zwischen Ryan und mir vorgefallen war, bot sie mir an, bei ihr einzuziehen. Und das Beste daran? Ihr Onkel ist derzeit Leiter der Personalabteilung bei J&J Firms, dem Unternehmen, für das ich früher gearbeitet habe. Zum Glück für mich gibt es eine freie Stelle. Die Firma bekommt einen neuen Geschäftsführer, und der wird eine Sekretärin brauchen. Olivias Onkel hat mich für die Stelle empfohlen, und das Vorstellungsgespräch findet heute Morgen mit dem CEO persönlich statt. "Ich komme, Olivia!", quietsche ich, während ich einen letzten Blick auf mein Spiegelbild werfe. Punkt 8 Uhr morgens sitze ich bereits im Empfangsraum des CEOs und warte auf seine Ankunft. "Miss Amber Sinclair?", ertönt eine angenehme, professionelle Stimme. Ich schaue auf und sehe die Rezeptionistin. „Der Geschäftsführer wird sich jetzt um Sie kümmern“, teilt sie mir mit und geht weg, bevor ich weitere Fragen stellen kann. Ich hole tief Luft und bereite mich auf den Ausgang des Vorstellungsgesprächs vor. Mit eleganten Schritten und – nun ja, etwas nervöser Aufregung – mache ich mich auf den Weg zum Büro des Geschäftsführers. Ich klingele, und die Tür gleitet auf. Ich komme herein und setze ein aufgesetztes Lächeln auf. Ein Mann in einem teuren Anzug sitzt dort und scheint völlig in seinen Computer vertieft zu sein. Das Büro riecht leicht nach Moschus-Kölnischwasser und – Mir stockt der Atem. Dieser Duft. Er riecht so vertraut. Wie auf ein Stichwort blickt der Mann von seinem Computer auf. Und… mir wird ganz flau im Magen. Er ist es! Der Mann von vor zwei Nächten hat mich die ganze Nacht vor Vergnügen heulen lassen. Moment mal! Ist er der neue CEO?
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