KAPITEL 4

947 Words
Ambers Sicht Oh. Meine. Göttin. Die Welt hört einfach auf, sich zu drehen. Die Zeit steht still. Mir stockt der Atem. Ich blinzle. Dann blinzle ich noch einmal, aber er sitzt immer noch da auf dem Sitz und sieht nicht weniger gottgleich aus als in jener Nacht, mit einer Ausnahme – jetzt sieht er um einiges furchteinflößender aus. Sein sexy Gesicht hat so einen finsteren Ausdruck, als ob er gleich jemanden umbringen würde. Vielleicht mich? Ich räuspere mich verlegen und spanne mich innerlich an. „Guten Morgen, Sir.“ Wenn ich dachte, er würde mir antworten, dann habe ich mich gewaltig geirrt. Er sagt kein Wort, starrt mich nur an, seine Augen durchdringen mich, als würde er mich entkleiden. Ich verlagere mein Gewicht unruhig von einem Fuß auf den anderen, meine Fersen fühlen sich plötzlich zu eng an. Die Luft im Raum verändert sich, sie wird dichter und stickiger. Seine Alpha-Aura ist so gewaltig und einschüchternd, dass ich mich in seiner Gegenwart klein und unbedeutend fühle. Und die Tatsache, dass er gar nichts sagt? Mein Gott! Er ist so unerträglich. Meine Handflächen werden klamm, während ich da stehe wie ein Vollidiot, der Schweiß sammelt sich auf meiner Stirn. Ich beginne innerlich bis zehn zu zählen und überlege mir halb, aus dem Büro zu rennen und nie wieder zurückzublicken. „Amber Sinclair?“ Seine Stimme dringt in meinen Kopf. Verdammt! Ich muss mir ein Stöhnen verkneifen, das mir entfährt. Wie er meinen Namen mit dieser tiefen Baritonstimme ausspricht, gedehnt und voller Belustigung. Oder ist es eine Überraschung? So oder so, ich würde mich hüten, zu behaupten, meine v****a hätte sich nicht bei seinem Geräusch zusammengezogen. Und Bilder der letzten Nacht brechen sich unvermittelt in meinen Kopf. Seine Küsse. Seine Berührungen. Wie seine Augen vor schelmischem Schalk funkelten, als er in mich eindrang. Das Gefühl seines Körpers, als wir uns wie eins bewegten. Liebe Göttin, wie er mich hielt, nachdem alles vorbei war, als ob ich – Verdammt nochmal, Amber! Reiß dich verdammt nochmal zusammen! Ich verdrängte meine üblen Gedanken und schluckte schwer, während ich mich zwang, mich auf alles andere als die Hitze zu konzentrieren, die sich zwischen meinen Schenkeln sammelte. Mein Blick fällt auf das Namensschild auf seinem Schreibtisch, in der verzweifelten Suche nach einer Ablenkung. Fette Buchstaben starren mich an: „ENZO STEELE“. Dieser Name. Er kommt mir so bekannt vor. Als hätte ich ihn schon mal irgendwo gehört, vielleicht in einer Zeitschrift oder sogar im Fernsehen. Mein Gehirn versucht verzweifelt, sich zu erinnern, die Zusammenhänge herzustellen, aber es gelingt mir nicht. „Ist das für dich ein verdammtes Spiel?“ Ich fahre herum, als ich seine Stimme so nah an meinen Ohren höre. Ein heftiger Schauer durchfährt mich. Wann hat er sich überhaupt bewegt? Bevor ich groß darüber nachdenken kann, drängt er mich gegen die Tür, sein Atem heiß an meinem Nacken, und richtet in meinem Körper ein wahres Chaos an. „Ignorierst du mich, Suzy?“ Seine Stimme ist leise, fast ein Knurren. „Nein, das bin ich nicht, Sir“, bringe ich mit kaum hörbarer Stimme hervor. „Und ich bin auch nicht Su—“ „Was zum Teufel machst du hier eigentlich?“, unterbricht er mich. „Nachdem du vor zwei Tagen von mir weggelaufen bist und jeglichen Kontakt abgebrochen hast?“ Sein Blick fixiert mich, dunkel und unerbittlich. "Erklären Sie sich." "Ich – äh –" Meine Stimme versagt, während ich angestrengt nach den richtigen Worten suche. Aber verdammt! Er ist so nah. Zu nah, das lenkt mich ab. Ich spüre die Wärme seines Körpers und seinen moschusartigen, maskulinen und berauschenden Duft. Er bewirkt Unheilvolles in meinem Körper. Mein Puls rast so schnell, dass er ihn bestimmt hören kann. Ich kann mich nicht konzentrieren. Verdammt! Ich kriege kaum Luft. „Können wir das Interview einfach anfangen und es hinter uns bringen?“, bringe ich mit zitternden Lippen hervor. Er hält inne, sein Blick senkt sich und mustert meinen Körper mit einer Intensität, die mir ein flaues Gefühl im Magen bereitet. Dann huscht ein langsames, boshaftes Lächeln über seine Lippen. „Bist du sicher?“, flüstert er mir ins Ohr. „Denn ich kann deine widerliche Erregung von hier aus riechen.“ Mein Gesicht brennt. Hitze explodiert über meine Wangen, und ich möchte am liebsten sofort sterben. Ich wünsche mir, der Boden würde sich auftun und mich verschlingen. Denn verdammt nochmal! Er hat so verdammt recht. Ich war noch nie in meinem Leben so erregt. Aber lieber sterbe ich, als das zuzugeben. „Ich habe keine Ahnung, was Sie meinen.“ Ich bewahre eine ruhige Stimme und versuche, entschlossen zu klingen, obwohl mein Körper mich im Stich lässt. „Ich empfinde nichts für Sie, Sir. Ich möchte dieses Interview einfach nur hinter mich bringen und gehen.“ Er beugt sich vor, sein Mund schwebt gefährlich nah an meinem Ohr. „Vor zwei Nächten, als du meinen ganzen Schwanz tief in dir hattest, klangst du nicht wie jemand, der nichts für mich empfand.“ Ich schnappe nach Luft, mein Gesicht brennt heißer als tausend Sonnen. Aber ich werde nicht aufgeben. „Diese Nacht war ein Fehler, Mr. Steele. Ich war nicht bei Sinnen. Das wird sich nie wiederholen – verdammt!“ Ich schnappe scharf nach Luft, als seine Hand plötzlich in meine Hose gleitet, meinen Slip beiseite schiebt und mit den Fingern über meine Schamlippen streicht. Mein Körper versteift sich völlig, während mein Gehirn mit der Verarbeitung des Geschehens kämpft. Verdammt! Er muss diesen Trick echt lassen! „Für jemanden, der nur zum Vorstellungsgespräch hier ist“, murmelt er düster, während seine Finger meine Feuchtigkeit spüren, „bist du mir aber ganz schön feucht.“
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