Zillians Welt

1409 Words

(Perspektive des Autors) Die ersten Strahlen der Morgendämmerung krochen durch die hohen, kunstvoll verzierten Fenster von Zillians Gemach und warfen lange goldene Streifen über den Marmorboden. Trotz des sanften Morgenlichts rührte sie sich nicht sofort; der Schlaf hatte sie die meisten Nächte verlassen, ersetzt durch lebhafte Erinnerungen an Killian und die Gefahr, die nun wie ein Sturm über ihnen schwebte. Sie saß auf der Bettkante, die Finger trommelten nervös gegen die Seidenlaken. Jeder Morgen fühlte sich schwerer an, als würde das Gewicht ihres Erbes auf ihren Schultern lasten. Sie war die zweite Thronerbin des Rudels ihres Vaters, die Tochter der Macht, doch in dieser Nacht und jeder Nacht gehörte ihr Herz jemandem, der in ihrer vergoldeten Welt keinen Platz hatte (ein Gemeiner

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