Die Nächte im Wald waren anders geworden. Luan spürte es mit jedem Atemzug, mit jedem Schritt. Der Wald war nicht länger nur eine Ansammlung von Bäumen und Schatten – er lebte. Es war, als hätte sich der Boden unter seinen Füßen mit einem Puls gefüllt, der seinen eigenen spiegelte. Kael hatte ihn nicht zurück nach Hause geschickt. »Zu Hause ist nicht sicher«, hatte er gesagt. »Nicht für dich und nicht für die Menschen um dich herum.« Also blieb Luan. Er folgte Kael durch das Labyrinth aus Bäumen und Schluchten, immer tiefer in den Wald, bis selbst das letzte Echo des Dorfes verschwunden war. »Wohin gehen wir?«, fragte er schließlich. Kael blieb stehen, sein Blick ruhte auf einem Punkt in der Ferne. »Zum Rudel. Zu denen, die dich verstehen werden.« Die Reise dauerte Stunden, vielleicht

