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Aufstieg des Silberwolfs

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Ashley Parkers Welt zerbricht, als ihr Alpha, Adrian Rodrigue, sie öffentlich zurückweist, sie als unwürdig abstempelt und eine andere als seine Luna wählt. Demütigt und ausgestoßen wird Ashley zum Ziel der von Eifersucht getriebenen Attentäter der neuen Luna und entkommt nur knapp mit dem Leben. Gebrochen, aber ungebrochen, wird sie von einem abtrünnigen Alphabet aufgenommen, der das Feuer in ihrer Seele erkennt – eine Stärke, von der sie selbst nicht wusste, dass sie sie besaß. Unter ihrer Anleitung steigt Ashley auf, verwandelt sich in eine furchtlose und gefürchtete Luna, ihr silberner Wolf ein Symbol der Macht und des Trotzes.

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**Ashleys POV** Wo zum Fick ist diese miese Schlampe? Eine Stimme knurrte aus dem Esszimmer, scharf und gemein, schnitt durch die Luft wie ein Messer. Ich war in der Küche, versuchte mich zu beruhigen, klammerte mich an die Ränder eines großen hölzernen Tabletts, beladen mit dampfenden Tellern voll Essen. Meine Hände zitterten, und ich hasste es – hasste, wie ihre Worte mir direkt durch die Brust stachen und mein Herz schmerzen ließen, als wäre es verletzt. Gelächter folgte, laut und grausam, hallte von den Wänden wider, während ich meine Füße zwang, sich zu bewegen und das Tablett zum Esszimmer zu tragen. Ich trat in den Raum, den Kopf gesenkt, die Augen auf den Boden geheftet. Die Teller klirrten leise, als ich sie vor den Leuten absetzte, die um den riesigen Esstisch saßen, ihre Stimmen immer noch voller Spott. Ich schaute sie nicht an. Ich konnte es nicht. Wenn ich es täte, würde ich ihre selbstgefälligen Gesichter sehen, ihre Augen, die mit demselben alten Ekel glänzten, den sie immer besonders für mich hatten. Ich drehte mich auf dem Absatz um, so schnell ich konnte, und ging zurück in die Küche, um den Rest des Geschirrs zu holen. Mein Name ist Ashley, und ich bin achtzehn – na ja, fast. In zwei Tagen erreiche ich diesen Meilenstein, aber es ist nicht so, als würde mir jemand eine Party schmeißen oder so. Meine Eltern starben, als ich noch ein Kind war, zu jung, um mir überhaupt an ihre Gesichter zu erinnern. Alpha Rodrigue und seine Gefährtin, Luna Aurora, nahmen mich auf. Nicht als Familie, keineswegs, aber sie gaben mir ein Dach über dem Kopf, eine Ecke zum Schlafen. Im Gegenzug diene ich dem Rudel. Ich koche, ich putze, ich hole, ich trage. Früher war ich damit okay – sogar dankbar. Es war besser, als auf der Straße zu sein, oder? Aber dann übernahm Adrian. Adrian, der neue Alpha, ist eine ganz andere Art von Problem. Er ist jetzt nicht nur der Anführer; er ist ein Dorn in meiner Seite, ein ständiger, erschöpfender Schmerz im Arsch. Er hat diese zwei großen Rollen – Alpha des Rudels und der Typ, der keine Gelegenheit auslässt, mir das Leben zur Hölle zu machen. Niemand wagt es, ihm zu widersprechen. Niemand. Nicht einmal ich, obwohl ich keine Angst vor ihm habe wie die anderen. Er weiß das auch, und deshalb hat er es immer auf mich abgesehen, versucht, mich zu zermürben, mich bei jeder Gelegenheit zu demütigen. Und seine Freundin, Katrina? Sie ist das Schlimmste. Ein wandelnder, sprechender Albtraum mit einem Lächeln, das Milch gerinnen lassen könnte. Sprich vom Teufel – Katrina schlenderte gerade in die Küche, als ich die letzten Teller aufhob. Ihr Parfüm traf mich zuerst, zu süß, als hätte sie in Zuckersirup gebadet. Ich behielt den Kopf gesenkt, umklammerte die Teller und streifte an ihr vorbei, bevor sie anfangen konnte, über irgendeine neue Art zu prahlen, mich klein zu machen. „Mondgöttin, macht sie denn jemals irgendetwas richtig?“ knurrte jemand aus dem Esszimmer, als ich näher kam. Ich biss mir in die Innenseite der Wange und kämpfte gegen den Drang an, so heftig die Augen zu verdrehen, dass sie stecken blieben. Sie hatten immer etwas zu meckern – mein Essen, meine Geschwindigkeit, die Art, wie ich zu laut atmete für ihren Geschmack. Wenn sie es so sehr hassen, warum stehen sie dann nicht auf und machen es selbst? Nur einmal würde ich gerne sehen, wie sie es versuchen. Aber nein, sie sitzen da und mäkeln an allem herum, was ich tue, während ich feststecke und ihnen diene wie eine Art Maschine. Ich wollte alles herausschreien, jeden hässlichen Gedanken aus meinem Mund strömen lassen. Aber das wäre ein Todeswunsch, und ich bin noch nicht bereit zu sterben. Noch nicht. Alles, was ich will, ist, meinen Wolf zu bekommen – mein achtzehnter Geburtstag soll sie herausbringen, diese innere Stärke, die jeder Gestaltwandler bekommt. Sobald ich sie habe, bin ich weg. Ich werde dieses Rudel verlassen, zum Rogue werden, irgendwo neu anfangen – irgendwo – wo ich nicht mit diesen Leuten zu tun haben muss. Alles ist besser, als hier gefangen zu sein, unter ihren Blicken und ihren Worten zu ersticken. Ich schaffte es wieder ins Esszimmer und setzte die letzten Teller ab, ohne hochzuschauen. Ihre Augen waren auf mir, ich konnte sie spüren, wie sie Löcher in meine Haut bohrten mit dieser Mischung aus Hass und Mitleid, die sie mir immer entgegenwarfen. Wenn ich ihren Blicken begegnen würde, würde ich wahrscheinlich an meiner eigenen Irritation ersticken. Also behielt ich den Kopf gesenkt, den Kiefer angespannt, und trat an die Seite des Raumes, stand dort wie ein Schatten und wartete, falls jemand noch etwas brauchte. Ein Getränk, eine Serviette, eine weitere Chance, mich anzuschreien – was auch immer. Die Sache ist die, ich weiß nicht einmal, wer meine Eltern waren. Nicht wirklich. Ich bin in diesem Rudel aufgewachsen, aufgezogen mit Geschichten darüber, wie sie bei irgendeinem brutalen Rogue-Angriff starben, als ich ein Baby war. Das ist alles, was ich habe – Geschichten aus zweiter Hand und ein Leben lang die Erinnerung, dass ich eine Waise bin. „Sei dankbar“, sagen sie. „Du hast Glück, dass wir dich aufgenommen haben.“ Und ja, ich bin in gewisser Weise dankbar. Sie haben mich am Leben gehalten, mir Essen und ein Bett gegeben. Aber jeden einzelnen Tag spuckt mir jemand ins Gesicht – manchmal wörtlich – weil ich keine Familie habe. Weil ich niemand bin. Ich hatte früher einen Freund. Adrian. Schwer zu glauben jetzt, aber als wir Kinder waren, waren wir eng. Wir rannten durch den Wald, lachten, taten so, als wären wir Krieger, die Rogues bekämpften. Er war damals anders – sogar freundlich. Aber das war, bevor sein Vater, Alpha Rodrigue, starb. Adrian war erst siebzehn, ein Jahr zu früh, um laut Rudeltradition zu übernehmen. Die Ältesten kümmerten sich nicht darum. Sie drängten ihn trotzdem in die Rolle, bevor er seine Alpha-Ausbildung überhaupt beendet hatte. Er veränderte sich danach. Härte. Und dann war da Katrina. Katrina, die Tochter des Betas, wurde als seine Gefährtin ausgewählt, seine Luna. Es war nicht so, als wären sie bestimmt oder so, nur eine Wahl, ein politischer Schachzug, um das Rudel stark zu halten. Ihr Bruder, Lucas, stieg als Beta auf, und so einfach wurde mein Leben schlimmer. Ich ging von dem Kind, das sie duldeten, zum offiziellen Prügelknaben des Rudels über. Im Grunde eine zertifizierte Sklavin. Es ist fast lustig, die Ironie daran. Fast.

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