Der Morgen lag weich über dem Dorf. Nebelschwaden hingen noch zwischen den Giebeln, als Elena und Adrian den Fußweg hinabgingen, der zu dem kleinen Steinhaus führte, in dem ihr Vater lebte. Es war ein stiller Morgen; nur das gelegentliche Klappern eines Hahns und das entfernte Rufen eines Kindes unterbrachen das Zwitschern der Vögel. Für Elena fühlte sich jeder Schritt wie ein Herzschlag an: langsam, bewusst, voll Erinnerungen. Adrian ging neben ihr, die Hand in ihre gelegt. An manchen Tagen war die Präsenz des Rudels noch spürbar wie ein warmer Mantel, an anderen Tagen war es die Nähe zu ihr, die ihn zu einem Menschen machte — in diesen Stunden war beides wahr. Seine Augen, wachsam wie immer, suchten die Umrisse der Häuser, die Gesichter der Menschen. Er war bereit; bereit, dem Ort zu be

