Der Himmel war von einem rötlichen Schimmer überzogen, als würde der Mond selbst Zeuge dessen sein wollen, was diese Nacht geschehen würde. Ein leises Grollen ging durch den Boden, als die Krieger des Rudels sich in Formation stellten. Menschen und Wölfe, Seite an Seite, wie ein einziger, atmender Organismus. Ihre Schatten zitterten in den Fackeln, die den Eingang zur Schlucht säumten. Adrian stand vor ihnen, sein Schwert locker in der Hand, den Blick auf das schwarze Maul der Schlucht gerichtet. Er konnte Kaels Anwesenheit spüren, wie ein kalter Hauch, der ihm die Haut gefrieren ließ. Es war, als ob die Felsen selbst auf die Konfrontation warteten. „Heute Nacht,“ begann er mit fester Stimme, „werden wir den Schatten ein Ende setzen. Heute Nacht wird die Schlucht nicht mehr Kaels Zufluch

