Die Dämmerung kroch langsam über die Wälder, als die ersten goldenen Strahlen der Sonne durch die noch dampfenden Nebelschleier brachen. Die Welt roch nach Regen, nach Erde und nach Blut. Der Boden war an manchen Stellen dunkel gefärbt, Spuren des Kampfes, die nicht so leicht zu verwischen waren. Doch in der Luft lag auch etwas Neues – ein Hauch von Befreiung, von Erleichterung. Adrian ging an der Spitze der Überlebenden, das Hemd am Oberarm von getrocknetem Blut verhärtet, Schweiß auf der Stirn, doch in seinen Augen glomm ein triumphierendes Licht. Neben ihm schritt Elena, deren Blick wachsam über den Weg glitt, als könne hinter jedem Baum noch ein Feind lauern. Sie spürte die Wärme seiner Hand auf ihrem Rücken, eine stumme Versicherung, dass sie hier war, dass er hier war. Je näher sie

