Der Regen hatte den Tag über das Dorf durchnässt, und die Straßen waren matschig und leer. Elena saß am Kamin, das Feuer knisterte, doch Wärme erreichte sie kaum. Ihr Vater schlief bereits, erschöpft von der Arbeit, und draußen hing ein feuchter Nebel über den Feldern. Ein Klopfen an der Tür ließ sie aufschrecken. Zögernd stand sie auf. Niemand kam nachts, außer in Notfällen. „Elena …“ Die Stimme war heiser, schwach – und doch sofort erkennbar. Sie riss die Tür auf. Da stand Adrian. Sein Gesicht war bleich, seine Kleidung durchnässt, und an seiner Schulter zog sich eine tiefe Wunde entlang, aus der frisches Blut sickerte. „Bei Gott …!“ Sie griff nach ihm, ehe er zusammenbrechen konnte. Er stützte sich schwer auf sie, sein Atem ging stoßweise. „Sie … haben mich gefunden.“ „Das Rudel?“

