Der Tag begann mit einem grauen Himmel, der wie ein schweres Tuch über den Gipfeln hing. Adrian und Bran hatten kaum geschlafen; die Kälte nagte an ihren Knochen, und der Stein hinter ihnen hatte noch immer leise gesummt, als hätten die uralten Runen nicht aufgehört, ihre Warnung zu flüstern. Der Aufstieg wurde steiler. Sie folgten einem schmalen Pfad, der sich wie eine Narbe durch den Berg zog. Rechts gähnte der Abgrund, links erhob sich eine Wand aus schwarzem Fels, an der der Frost glitzerte wie tausend kleine Klingen. Jeder Schritt war gefährlich, und der Wind schien stärker zu werden, je höher sie stiegen. Bran ging voran, seine Schritte schwer, aber sicher. Adrian folgte dicht, den Blick ständig wachsam. Immer wieder huschten Schatten über die Felsen, doch wenn er sich umsah, waren

