Kapitel 85 - Die Stimmen der Ewigkeit

1017 Words

Der erste Schritt in die Hallen war wie das Eintreten in eine andere Welt. Kaum hatten Adrian und Bran die Schwelle überschritten, schloss sich das gewaltige Steintor hinter ihnen mit einem Donnern, das durch die Wände fuhr und tief in den Knochen vibrierte. Es war kein Tor mehr, sondern ein Berg, der sich wieder schloss, als habe er seine Beute gefangen. Dunkelheit umfing sie, eine tiefe, allumfassende Schwärze, die jede Kontur verschluckte. Adrian hielt den Atem an. Nur das schwache Leuchten der Runen an den Wänden spendete spärliches Licht. Es war kein warmes Licht, sondern silbrig, kalt und fremd, wie gefiltertes Mondlicht, das durch jahrtausendealte Adern im Stein sickert. „Hier … fühlt es sich an, als ob die Zeit selbst stillsteht,“ murmelte Bran, seine Stimme gedämpft, als fürchte

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