Die Gipfel lagen bereits hinter ihnen, als Adrian und Bran das Tal erreichten, das den vertrauten Weg in Richtung Dorf öffnete. Der Wind roch nach Erde und harzigem Holz, nach Heimat – und doch hing etwas in der Luft, das schwerer war als bloß Staub oder Nebel. Zuerst war es nur ein Gefühl, ein leiser Druck, der auf Adrians Nacken lastete, wie der Blick unsichtbarer Augen. Dann entdeckte Bran es: Ein Baum, schwarz verbrannt, mitten im satten Grün der Landschaft. Seine Äste ragten verkohlt gen Himmel, als flehten sie um Erlösung. Und in die Rinde war ein Zeichen eingeritzt, grob, hastig, doch unübersehbar: ein Kreis, durchbrochen von drei Zacken – das Mal der Schattenwölfe. Adrian blieb stehen. Der Schauer, der durch seinen Körper fuhr, war stärker als die Kälte der letzten Nächte. „Sie w

