Der Morgen brach still und golden an. Ein feiner Nebel lag über der Lichtung, wo noch in der Nacht zuvor das Mondfest gefeiert worden war. Das Gras war plattgedrückt, die Glut der Feuerstellen glomm in sanften Orangetönen, und der Rauch hing wie ein letzter Hauch der Vergangenheit in der Luft. Elena trat barfuß hinaus, das Taugras kühlte ihre Füße, und sie atmete tief ein. Es war das erste Mal seit Wochen, dass sie nicht das Gefühl hatte, beobachtet zu werden. Kein Knacken von Ästen im Unterholz, kein drohendes Knurren aus der Ferne. Nur Stille. Friedliche Stille. Hinter ihr trat Adrian aus der Hütte. Sein Oberkörper war bandagiert, die Wunden des Kampfes frisch, aber sein Blick war klar, beinahe ruhig. Für einen Augenblick blieb er stehen und betrachtete den Wald, als müsse er sich selbs

