Die Nacht hatte den Wald längst in ein Meer aus Dunkelheit gehüllt, nur das große Feuer in der Mitte der Lichtung hielt die Finsternis zurück. Seine Flammen leckten wie goldene Zungen an den trockenen Ästen, Funken stiegen auf in den sternklaren Himmel, als würden sie zu den Sternen fliehen. Elena saß dicht neben Adrian, der schweigend ins Feuer starrte. Sein Gesicht war von den Schatten des Feuers gezeichnet, harte Kanten aus Licht und Dunkel, als hätte der Wald selbst beschlossen, ihm ein anderes, uraltes Gesicht zu verleihen. Die Glut spiegelte sich in seinen Augen, und in diesem Glimmen sah Elena etwas, das sie nicht kannte: tiefe Trauer – und eine Spur von Furcht. Die Stille um sie herum war drückend. Nur das Knistern des Feuers, das Zirpen der Grillen in der Ferne, und hin und wied

