Die Nacht lag schwer über dem Land, der Mond war gerade erst aufgegangen und tauchte den Wald in fahles Silberlicht. Auf der Lichtung knisterte das Feuer nur noch leise, und die meisten Rudelmitglieder hatten sich in ihre Behausungen zurückgezogen. Doch Adrian war wach. Er stand am Rand der Lichtung, die Arme vor der Brust verschränkt, den Blick auf die dunklen Bäume gerichtet. Seit der Bote aufgetaucht war, hatte er kaum geschlafen. Irgendetwas im Wind ließ ihn unruhig werden. Elena trat leise neben ihn. Sie trug einen Umhang, der das Mondlicht auffing und ihre Gestalt schimmern ließ. „Du hast wieder nicht geschlafen,“ stellte sie fest, ohne Vorwurf, eher mit Sorge. „Kann ich nicht,“ antwortete er rau. „Der Wald atmet anders. Er hält den Atem an. So war es auch damals… bevor alles bega

