Der Morgen dämmerte in einem gespenstischen Licht, das sich wie ein silberner Schleier über den Wald legte. Tau tropfte von den Blättern, als würde der Wald selbst schwitzen. Adrian stand bereits auf der Lichtung, als die ersten Mitglieder des Rudels eintrafen. Er war schweigsam, die Arme vor der Brust verschränkt, seine Augen ruhten auf dem fernen Waldrand, als würde er auf etwas warten, das nur er hören konnte. Elena beobachtete ihn aus einiger Entfernung. In den letzten Tagen war er stiller geworden, seine Bewegungen noch wachsamer, sein Blick oft in die Ferne gerichtet. Es war, als hätte Darkans Drohung in ihm etwas geweckt, eine Erinnerung, die er jahrelang unterdrückt hatte. „Adrian?“ fragte sie leise, als sie zu ihm trat. Er sah sie an, sein Blick weich, aber auch voller Schatten

