Kapitel 43 - Der letzte Blutmond

1041 Words

Der Morgen war noch nicht angebrochen, und doch lag eine seltsame Helligkeit über dem Dorf. Die Fackeln brannten, als ob sie den Nebel selbst verjagen wollten. Der Boden war feucht vom Tau der Nacht, doch der Geruch von Blut, Eisen und Angst hing noch schwer in der Luft. Adrian lag in der Hütte, sein Atem schwer, sein Körper von Schweiß und Blut überzogen. Elena wachte an seiner Seite, hielt seine Hand, während draußen das Dorf sich auf die nächste Attacke vorbereitete. Die Nacht war noch nicht vorbei. Lucien stand vor der Tür wie eine Statue, das Fell gesträubt, die Muskeln angespannt. Er konnte das Rudel draußen hören, wie es leise knurrte, als würde es die Gefahr wittern. Ein tiefes Heulen hallte vom Waldrand, so fern und doch so nah, dass allen das Blut in den Adern gefror. „Sie sam

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