Die Nacht hatte sich wie ein schwerer, dunkler Mantel über das Dorf gelegt. Der Wind war verstummt, und eine seltsame, unnatürliche Stille lag in der Luft. Adrian saß am Fenster der Hütte, den Blick auf den Wald gerichtet. Der Mond war nur eine dünne Sichel, doch ihr Licht fiel kalt und silbrig auf den Waldrand, als ob er selbst über sie wachte. Hinter ihm schlief Elena. Ihr Atem war ruhig, eine Strähne ihres Haars hatte sich über ihre Stirn gelegt, und ihre Hand ruhte beschützend auf ihrem Bauch. Adrian spürte den Drang, sie zu wecken, sie in den Arm zu nehmen, sich zu vergewissern, dass sie wirklich da war. Doch er tat es nicht. Sie brauchte die Ruhe – mehr, als er selbst es tat. Seine Gedanken kreisten um Kael. Um das, was noch kommen würde. Um die Verantwortung, die auf seinen Schult

