Die Nacht hatte sich wie schwarzes Tuch über das Dorf gelegt, als sich alle in der großen Scheune versammelten. Die Luft war stickig vom Rauch der Fackeln, vom Geruch der Tiere und vom Schweiß der Menschen, die dicht gedrängt standen. Adrian stand an der Stirnseite des Raumes, den Rücken kerzengerade, die Augen auf jeden gerichtet, der ihn ansah. Neben ihm stand Elena, ihre Hände ineinander verschränkt. Sie fühlte das Gewicht der Blicke, das erwartungsvolle Schweigen. „Wir haben heute viel gelernt,“ begann Adrian. Seine Stimme war ruhig, aber sie trug den Ton eines Anführers. „Doch der Feind schläft nicht. Heute Nacht habe ich etwas gesehen – eine Warnung. Kael wird kommen, und er wird nicht allein sein.“ Gemurmel ging durch die Reihen. Bran knurrte leise, die Muskeln unter seinem Hemd

