Der Morgen nach der Schlacht war grau und feucht. Nebel hing über den Feldern, schwer wie nasses Tuch, und der Geruch von Rauch und Blut lag noch immer in der Luft. Die Toten der Angreifer waren in der Nacht hinausgetragen worden, doch ihre Spuren blieben: dunkle Flecken auf dem Boden, zersplitterte Holzpfähle an den Palisaden, Pfeile, die noch tief in den Balken steckten. Elena stand auf dem Dorfplatz und sah sich um. Überall waren Menschen in Bewegung. Frauen banden Wunden, Kinder sammelten Pfeile ein, Männer flickten die Palisaden. Und mittendrin die Wölfe, die Wache hielten, knurrend und mit erhobenen Köpfen, als wüssten sie, dass die Gefahr noch nicht vorüber war. Sie spürte ein Ziehen in der Brust, eine Mischung aus Erschöpfung und einem brennenden Willen. Sie hatte gekämpft, sie h

