Das erste Licht des Tages fiel blass über die Dächer des Dorfes. Nebel kroch aus den Wäldern herab, legte sich wie ein Schleier über die Wiesen, als wollte er die Spuren der Nacht verdecken. Nur wer genauer hinsah, erkannte das Chaos, das geblieben war: zerbrochene Zäune, verbrannte Erde, blutige Rinnen zwischen den Pflastersteinen. Und doch – es war still. Kein Kampfgeschrei, kein Heulen. Nur das leise Tropfen des Taus von den Dächern. Adrian saß vor der Tür ihres Hauses, den Kopf in die Hände gestützt. Sein Atem ging ruhig, aber schwer. Der Schmerz in seiner Schulter pulsierte dumpf – nicht nur körperlich, sondern tief, als hätte die Dunkelheit, die ihn gebissen hatte, eine Spur in seinem Innersten hinterlassen. Er starrte auf seine Hände. An den Fingern haftete noch der Geruch von R

