Der Morgen war grau, der Nebel hing schwer zwischen den Bäumen, und das Gras war noch feucht vom Blut der Nacht. Elena saß auf einem umgestürzten Baumstamm am Rand der Lichtung, ihre Finger umklammerten den Schaft des Speers, den sie nicht loslassen wollte, als hinge ihr Leben daran. Jeder Atemzug war scharf, jeder Muskel in ihrem Körper schrie nach Ruhe, aber ihr Geist war wach, fast zu wach. Die Geräusche der Nacht – die Schreie, das Knurren, das Krachen von Knochen – hallten noch immer in ihrem Kopf wider. Zwischen den Überlebenden war es still. Einige Dorfbewohner hatten sich um ein kleines Feuer versammelt, um ihre frierenden Hände zu wärmen, andere saßen mit leerem Blick auf dem Boden. Nur die Wölfe bewegten sich lautlos, sie zogen die Leichen der Feinde fort oder hielten Wache an d

