Kapitel 40 - Blut im Nebel

1120 Words

Der Nebel kam in dieser Nacht früher, dichter. Er kroch in die Gassen des Dorfes, legte sich wie eine nasse Decke über Dächer und Zäune. Elena konnte ihn schmecken – metallisch, kalt. Ihr war, als würde der Wald selbst den Atem anhalten. Sie saß am Tisch, die Finger um einen Becher gekrallt, der längst kalt geworden war. Adrian stand am Fenster, die Arme verschränkt, regungslos wie eine Statue. Nur seine Augen bewegten sich, glühten bernsteinfarben im Schein der Kerze. „Du hörst es auch,“ flüsterte sie. „Ja.“ Seine Stimme war tief, angespannt. „Der Wald ist unruhig. Sie sind näher gekommen.“ Elena wollte etwas erwidern, da zerschnitt ein Schrei die Stille. Hoch, panisch, voller nackter Angst. Adrian riss das Fenster auf, sprang hinaus. Noch während er lief, begann seine Gestalt sich z

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