1. Die unheilvolle Nacht Der Nebel legte sich wie ein kalter Schleier über das Dorf und schob sich in die umliegenden Wälder. Jede Bewegung der Blätter, jedes Knacken eines Astes wirkte wie ein Alarmzeichen, das die Sinne von Elena und Adrian schärfte. Der Mond war kaum sichtbar, nur ein schwaches, blasses Licht kämpfte sich durch die dichte Wolkendecke. Elena spürte die Kälte in ihren Gliedern. Jede Entscheidung zählt. Ein Fehltritt, und wir verlieren ihn. Sie dachte an den Pfarrer, seine Verletzlichkeit, sein Leben in den Händen eines gnadenlosen Rudels. Die Vorstellung, dass er leiden könnte, ließ ihr Herz schwer werden. Adrian lief voraus, seine Bewegungen kontrolliert, Augen und Ohren ständig wachsam. Der Schmerz in seiner Schulter vom Pfeil war noch frisch, das Blut klebte an sein

