Die Nacht war hereingebrochen, als Adrian und Elena die Lichtung erreichten. Fackeln brannten in einem weiten Kreis, warfen unruhige Schatten auf die Versammlung. Der Duft von Harz und Rauch mischte sich mit der erdigen Schwere des Waldes. Jeder Wolf war gekommen – die Krieger, die Alten, sogar die Welpen, die sich dicht an ihre Mütter drückten und mit großen Augen auf die Mitte der Lichtung starrten. Lucien, Adrians Beta, wartete bereits am Rand. Sein Gesicht war angespannt, seine gelben Augen funkelten im Feuerschein. „Sie haben das Heulen gehört,“ sagte er leise. „Alle wissen, dass etwas nicht stimmt. Sie erwarten Antworten – und sie erwarten Stärke.“ Adrian nickte, trat in die Mitte des Kreises. Elena folgte ihm, das Herz klopfend. Sie spürte die Blicke auf sich brennen. Manche volle

