Kapitel 74

1246 Words

Ich wusste, dass sich etwas in mir verändert hatte. Es war kein abruptes Erwachen, sondern ein leises, stetiges Ziehen, das sich in meinem Innersten regte. Es war unüberhörbar, dieses Flüstern, das ich so lange ignoriert hatte. Gefühle. Keine reine, romantische Liebe, die sich wie in kitschigen Romanen als brennende Leidenschaft entfaltete. Aber doch etwas, das Bedeutung hatte – eine tiefe, beinahe beängstigende Verbundenheit mit Alexander. Ich konnte mir selbst nicht länger etwas vormachen. Alexander war nicht wie die anderen Männer, die ich in mein Leben gelassen hatte – oder besser gesagt, die in mein Leben geschlichen waren. Bei ihm war es anders. Er war nicht nur ein Kunde, nicht nur eine flüchtige Begegnung. Er war… etwas Echtes. Etwas, das mir Angst machte. Und diese Angst wuchs mi

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