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Der verfluchte Alpha

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Blurb

Vor dreiundzwanzig Jahren wurde ein Mädchen mit einem sternförmigen Mal am unteren Rücken geboren, und seit jener Zeit jagten zwei uralte Raubtiere hinter ihr her. Star Pop weiß nicht, dass sie der Schlüssel zu einer alten Prophezeiung ist. Sie weiß nur, dass sie gerade die jüngste Anwältin in der Geschichte von Brooklyn geworden ist und dass ein seltsamer Mann im Kapuzenpullover überall dort auftaucht, wo sie hingeht.

Eric ist der letzte Alpha einer sterbenden Blutlinie, hunderte von Jahren alt, der sich nur von den Schuldigen ernährt, um zu überleben, ohne das Wenige zu verlieren, das ihm von seiner Seele noch geblieben ist. Michael ist ein Viktor, der nach dem Thron lechzt, den die Prophezeiung verspricht, und er wird jedes unschuldige Leben in der Stadt aussaugen, um ihn zu erlangen. Beide wissen, was Star wirklich ist. Doch nur einer von ihnen beabsichtigt, sie zu beschützen.

Als Eric sich ihr schließlich offenbart, wird Star in eine Welt voller gezeichneter Schicksale, Blutschulden und eines Krieges gestürzt, der seit ihrer Geburt auf sie gewartet hat. Um ihn zu überleben, muss sie dem einzigen Geschöpf vertrauen, vor dem zu fürchten man sie gelehrt hat, und entscheiden, ob Liebe einen Fluch brechen kann, der älter ist als ihr eigener Name.

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Der Tag X
Es war der erste Dezember, und Star konnte ihre Vorfreude auf ihre juristische Vereidigung kaum zügeln. Ihre Vorbereitungen hatten schon Tage zuvor begonnen. Auf der Suche nach dem perfekten Kleid und den passenden Schuhen hatte sie in einer örtlichen Boutique fast eine Stunde lang verschiedene Outfits anprobiert. Als sie nach dem fünften Wechsel in der Umkleidekabine stand, hielt ein Fremder ein Kleidungsstück vor sein Gesicht und versperrte ihr die Sicht. Er hielt es dort fest, während sie wie angewurzelt dastand, bis er schließlich sagte: „Das hier wird passen.“ Sie nahm das glitzernde, schwarze blütenförmige Kleid entgegen und fragte sich, wie sie es auf den Kleiderständern übersehen konnte. Der Mann vor ihr schenkte ihr trotz seiner seltsamen Kleidung – ein schwarzer Kapuzenpullover kombiniert mit einer dunklen Sonnenbrille in Innenräumen – ein warmes Lächeln. Star brachte ein höfliches „Danke“ heraus, nachdem sie seine ungewöhnliche Erscheinung gemustert hatte. Sie bezahlte das Kleid und ging sofort, wobei sie auf eine letzte Anprobe verzichtete, nur um dieser unangenehmen Begegnung zu entkommen. Sie plante, das schwarze Kleid am Abend auf der After-Party zu tragen, da die Zeremonie tagsüber formelle Bürokleidung erforderte. Als sie nach Hause kam, stellte sie fest, dass ihr die passenden Schuhe fehlten. Sie ging online und bestellte ein Paar weiße High Heels. Sie trafen zwanzig Minuten später ein und verschafften ihr Seelenfrieden, während sie auf den großen Tag wartete. Als am nächsten Morgen ihr Wecker schrillte, sprang sie aus dem Bett. Sie erinnerte sich an Pater Andrews häufige Ermahnung, Glaubensschritte in Richtung der eigenen Träume zu wagen. Während sie ihre Fliege vor dem Spiegel richtete, summte ihr Handy mit einer Nachricht: „Alles Gute zur Vereidigung.“ Ein strahlendes Lächeln huschte über ihr Gesicht und entblößte ihre weißen Zähne. Sie machte ein Spiegel-Selfie, lud es mit der Bildunterschrift „Was für ein einfaches Leben ich doch habe“ auf ihrer Social-Media-Seite hoch und drückte auf Senden. Später saß sie unter ihren Mitabsolventen des Gavilon-Instituts, während die Verwaltung die Profile der Studenten verlas. Ihr Herz klopfte vor Freude, während sie auf ihren Namen wartete. Schließlich verkündete der Sprecher: „Star Pop.“ Das Publikum brach in Applaus aus, als sie aufstand und zum Podium ging. Der Moderator nahm das Mikrofon und setzte seine Rede fort. „Star Pop vom Gavilon-Institut, wohnhaft in Brooklyn, ist die erste Studentin des Jahres, die mit dreiundzwanzig Jahren als jüngste Anwältin hervorgeht. Zu Ehren des Gavilon-Instituts möchten wir erfahren, was die treibende Kraft hinter dieser bemerkenswerten Leistung war.“ Er überreichte ihr das Kristallmikrofon. Star nahm es anmutig entgegen, trat in die Mitte des Podiums und erblickte Pater Andrew, der ihr in der Menge zujubelte. Sie dachte bei sich, dass ihre Großmutter stolz wäre, wenn sie vom Himmel herabblicken würde. Star räusperte sich und begann. „Ich danke Ihnen allen. Zuerst richte ich meine Grüße an alle in diesem Saal und in den Überlaufräumen. Zweitens gilt mein tiefer Dank der Fakultät und der Verwaltung. Drittens bin ich dankbar für die Gelegenheit, heute zu sprechen. Jeder Mensch besitzt einen inneren Funken, der ihn zu Höchstleistungen antreibt, und ich habe gelernt, meinen darauf zu richten, Leben zu verändern. Um ehrlich zu sein, habe ich persönliche Gründe für die Wahl des Rechtswissenschaftsstudiums. Jeder trägt ein gewisses Maß an Eigennutz in sich, aber ich entscheide mich dafür, dies auszugleichen, indem ich anderen diene. Im Laufe meiner Karriere werde ich unermüdlich daran arbeiten, Verbrecher vor Gericht zu bringen und den Unschuldigen die Freiheit zu sichern. Ich möchte Ihnen Folgendes mit auf den Weg geben.“ Sie hielt inne und blickte durch das ruhige, mit grünem Teppich ausgelegte Auditorium. Nahe einem Standventilator am äußersten Rand des Raumes stand derselbe Mann im schwarzen Kapuzenpullover aus der Boutique. Sie wandte ihren Blick von ihm ab und schloss: „Dies ist erst der Anfang meiner Reise, und Sie alle werden bezeugen, wohin sie führt. Ich danke Ihnen.“ Sie trat vom Podium herunter, während Applaus den Saal erfüllte. Die Absolventen wurden dann in einer waagerechten Reihe nach vorne gerufen, um ihre Urkunden und Glückwünsche vom Obersten Richter entgegenzunehmen. Star erhielt ihre Urkunde zusammen mit einem offiziellen Schreiben, in dem um ein privates Treffen mit dem Obersten Richter zu einem späteren Zeitpunkt gebeten wurde. Es folgte ein Wirbel aus Glückwünschen und Networking, sodass Star kaum Zeit für sich selbst blieb. Stunden vergingen, bis sie schließlich Pater Andrew einholte, der in seiner charakteristischen weißen Kutte wartete. Das Kleidungsstück war unverwechselbar und durch ein auffälliges weißes Kreuz auf der Brust gekennzeichnet, das seine Berufung unmissverständlich machte. „Pater“, sagte Star, als sie sich ihm näherte. „Es tut mir so leid, dass ich Sie habe warten lassen.“ Pater Andrew blickte von dem Buch auf, das er gerade las und das den Titel Das Erwachen der Bestie trug. „Schon gut, meine Liebe. Du machst deinem Namen alle Ehre.“ Er reichte ihr das Buch. „Nimm das und lies es, wenn du Zeit hast. Ich muss jetzt in die Kapelle, da es sechs Uhr ist.“ Star nahm das Buch und verabschiedete sich von ihm. Als sie allein auf einem transparenten weißen Stuhl saß, lehnte sie ihren Kopf zurück und schloss die Augen, um sich zu entspannen. Ihr gefärbtes, oranges Lockenhaar fiel über ihre Schultern und ihr Atem verlangsamte sich allmählich. „Kann ich ein Autogramm haben?“, fragte eine tiefe Stimme. Sie öffnete die Augen und wechselte von leichter Verärgerung zu angenehmer Überraschung, als sie einen gut aussehenden jungen Mann in einem weinroten Anzug sah. Er hatte fein geschwungene Augenbrauen und kleine rote Lippen. „Bitte“, fügte er hinzu. Star nahm den Stift und schrieb ihren Namen auf die Seite, die er ihr reichte. „Danke. Ich bin Kelvin“, sagte er, bevor er weging. Als Kelvin ging, begann die Gestalt im schwarzen Kapuzenpullover, die zwei Meter hinter ihm gestanden hatte, direkt auf Star zuzugehen.

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