Die folgenden Tage fühlen sich an wie ein vorsichtiges Herantasten an etwas Neues. Dario und ich sehen uns öfter, aber wir vermeiden es, über die Vergangenheit zu sprechen – zumindest direkt. Stattdessen unterhalten wir uns über andere Dinge. Über Bücher, über die Stadt, über Erinnerungen, die weniger schmerzhaft sind. Doch selbst in den leichten Momenten liegt etwas in der Luft, eine unausgesprochene Frage: Wohin führt das hier? An einem kühlen Abend sitzen wir auf einer alten Parkbank, die von einer Straßenlaterne in warmes Licht getaucht wird. Ich ziehe meine Jacke enger um mich und blättere in Sterne über dem Fluss, das Buch, das Dario mir geschenkt hat. „Hast du schon eine Lieblingsstelle?“ fragt er und lehnt sich entspannt zurück. Ich nicke und klopfe mit dem Finger auf eine Seit

