11.

1147 Words

Nach dem Essen gehen wir noch ein Stück zu Fuß durch die Stadt. Die Straßen sind ruhiger geworden, das Summen des Tages ist einer sanften, nächtlichen Stille gewichen. Dario läuft neben mir, die Hände in den Taschen, und ich spüre eine seltsame Leichtigkeit in der Luft – als wäre für einen Moment alles einfacher, als es eigentlich sein sollte. „Weißt du noch, als wir uns das erste Mal heimlich getroffen haben?“ fragt er plötzlich. Ich drehe den Kopf zu ihm und lache leise. „Du meinst damals, als wir mitten in der Nacht aus dem Haus geschlichen sind, um am Fluss zu sitzen?“ Er grinst. „Genau das meine ich.“ Ich erinnere mich genau an diesen Abend. Wir waren jung, ungestüm und dachten, die Welt gehöre uns. Wir saßen stundenlang auf dem Steg, die Füße im kalten Wasser, während wir über un

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