Chapter 23

1172 Words

Mirabellas Sicht Der Anblick meines Vaters, der im Portal der Kathedrale stand und eine Waffe in der Hand hielt, als wäre er mit einer geboren worden, zerstörte schlagartig alle Annahmen, die ich über mein Leben getroffen hatte. Matteo De Luca, der Mann, der meine Hochzeit mit Alessandro arrangiert hatte, angeblich um sein scheiterndes Geschäft zu retten, der trauernde Witwer, der sich nie ganz vom Verlust meiner Mutter erholt hatte, der Vater, den ich zugleich geliebt und verabscheut hatte – all das war nur eine sorgfältig konstruierte Fassade gewesen. „Hallo, Liebling“, sagte er erneut, und seine Stimme trug jene vertraute Wärme in sich, die mich einst in meinen Kindheitsalbträumen getröstet hatte. Jetzt lief es mir bis ins Mark kalt den Rücken runter. Sein Lächeln wurde breiter, und

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