Chapter 25

1160 Words

Mirabellas Sicht Die Explosion im Glockenturm ließ Stein und Mörtel wie einen tödlichen Regen herabstürzen. Uralte gotische Bögen ächzten unter der plötzlichen Gewichtsverlagerung, und das Geräusch klang, als würde die Kathedrale selbst vor Schmerz schreien. Ich warf mich zur Seite und zog Rosas Stuhl mit mir, als Brocken aus behauenem Kalkstein dort einschlugen, wo wir Sekunden zuvor noch gestanden hatten. Durch das Chaos aus herabfallenden Trümmern und schreienden Stimmen hörte ich das Lachen meines Vaters. Nicht das warme Kichern, an das ich mich aus meiner Kindheit erinnerte, sondern etwas Kälteres, Berechnenderes. Das Lachen eines Mannes, der beobachtete, wie sein sorgfältig orchestrierter Plan sich genau wie geplant entfaltete. „Wunderschön, nicht wahr?“, rief er, und seine Stimm

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