Mirabellas Sicht Die Stille in der Küche, nachdem Alessandro gegangen war, fühlte sich so schwer und bedrückend an. Ich saß da, umgeben von den Überresten unseres unterbrochenen Frühstücks, und starrte auf seinen unberührten Kaffee, der in seiner zarten Porzellantasse kalt wurde. Die Normalität des Ganzen fühlte sich obszön an. Wie konnten Porzellan und frisches Gebäck in derselben Welt existieren wie verängstigte Kinder und unmögliche Entscheidungen? Meine Hände zitterten immer noch von Michaels Stimme am Telefon. Diese gebrochene Bitte würde mich für den Rest meines Lebens verfolgen, wie lange auch immer das sein mochte. *Bitte lass nicht zu, dass er mir noch mehr wehtut.* Die Worte hallten in meinem Kopf wider wie ein umgekehrtes Gebet, eine Bitte an Teufel statt an Engel. Ich musste

