Auf der Suche nach einem ruhigen Flur zog Regina den Korken aus der Flasche und nahm einen langen Schluck, fast hätte sie sich an dem überraschend süßen Alkohol verschluckt. Sie war nie eine große Trinkerin gewesen, da ihr Vater es hasste. Schließlich war er selbst mit einem alkoholabhängigen Vater aufgewachsen und hatte Alkohol in ihrem Zuhause verboten. In der High School gab sie dem Gruppenzwang nach und trank gelegentlich ein Bier, aber Alkohol hatte sie nie wirklich gereizt.
Jetzt drückte das Trinken sie nur noch mehr nieder, aber sie nahm trotzdem einen weiteren großen Schluck und kämpfte gegen ihre Selbstverachtung an. War sie wirklich so schwach? War dies das Bild, das Savannah von ihrer Mutter haben sollte?
Seit ihrer Geburt war Savannah ihre Welt und Regina würde alles für ihre kleine Tochter tun. Kein Opfer war zu groß. Vor allem wollte sie, dass ihre Tochter wusste, dass alles möglich war und kein Traum zu groß. Sie konnte alles erreichen, wenn sie es sich vornahm.
Aber es wurde für Regina immer schwieriger, daran zu glauben. Mit jeder Ablehnung rückte ihr Traum, am Broadway zu sein, weiter in die Ferne. Wie sollte sie Savannah sagen, sie solle nach den Sternen greifen, wenn Regina selbst nur Staub in den Händen hielt?
Regina nahm noch einen Schluck aus der Flasche. Sie taumelte und fing sich gerade noch rechtzeitig. Ihr Gesicht war so warm, als hätte sie Fieber. Ihr Kopf schwebte, aber plötzlich kam ihr der Gedanke, dass es Ärger geben würde, wenn man sie in diesem Zustand im Haus herumlaufen sah.
Sie probierte eine nahegelegene Tür und fand sie unverschlossen. Taumelnd trat sie in ein Schlafzimmer. Es war reichlich dekoriert mit einem Kingsize-Bett und lederbezogenen Möbeln. Den Reichen stand es natürlich zu, dekadent zu leben. Der Gedanke verflog jedoch schnell, als Regina den Schlüssel umdrehte, um zu verhindern, dass jemand anderes hereinkam und sie entdeckte.
Im Sitzbereich ließ sie ihre weinrote Jacke, die Teil der Uniform ihrer Schwester war, fallen. Sie löste ihr Haar aus dem Zopf und ließ sich in einen der Stühle fallen. Sie nahm einen weiteren langen Schluck aus der Flasche und verschluckte sich fast daran. Hustend stellte sie sie ab. Wenn sie gehofft hatte, dass der Alkohol ihre Frustrationen lindern würde, hatte sie sich geirrt. Tränen stiegen in ihre Augen, als eine Welle der Enttäuschung sie überkam.
In der High School war die Theatergruppe immer relativ klein, daher war es nicht ungewöhnlich, dass jeder Schauspieler zwei oder drei Rollen spielte, da es fast immer mehr Rollen als Schauspieler gab. Aber das war nicht die Realität. In der echten Welt gab es viel zu viele Schauspieler und nicht genug Rollen, und wenn man nicht dem Bild entsprach, das der Regisseur haben wollte, war es unmöglich, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, geschweige denn Erfolg zu haben.
Ein Regisseur sagte ihr sogar, dass sie kein „Star-Material“ sei und zeigte auf eine einfältige Brünette, die keinen Ton halten konnte, und erklärte, dass so ein Star aussah. Es war genug, um sie zur Verzweiflung zu treiben. Wenn nicht Renatas Mitgefühl gewesen wäre, hätte sie nicht einmal den Catering-Job als Rückhalt gehabt. Oft kam sie wegen langwieriger Vorsprechen zu spät, so dass die meisten Arbeitgeber sie schon längst gefeuert hätten. Aber irgendwann musste etwas nachgeben. Sie konnte nicht für immer bei ihren Eltern leben.
Ihre Mutter bot immer wieder an, mit ihren eigenen Arbeitgebern zu sprechen. Sie meinte, die Stantons seien sehr nette Leute und würden helfen, aber Regina wollte nicht, dass ihr Erfolg von jemand anderem abhing. Renata sagte, sie sei stur und dickköpfig. Jeder nutzte seine Verbindungen, um im Leben voranzukommen, und es wäre dumm, die zu nutzen, die man hatte. Vielleicht war sie stur, aber sie kannte die Stantons ja nicht einmal persönlich. Warum sollten sie der Tochter ihrer Haushälterin helfen?
Die Tür wurde plötzlich von heftigen Schlägen gerüttelt und riss sie aus ihren Gedanken. Trotz ihrer benommenen Sinne erkannte sie, dass sie in Schwierigkeiten war. Plötzlich aufstehend kämpfte sie gegen eine Welle von Schwindelgefühlen an, als sie nach einem Ausweg suchte. Die einzige andere Tür führte zu einem Badezimmer, und die Fenster sahen nicht so aus, als ließen sie sich leicht öffnen.
„Hey! Wer hat diese Tür abgeschlossen!“ erklang eine Stimme von der anderen Seite.
Regina zögerte. Sosehr sie auch nicht in diesem Raum erwischt werden wollte, gab es keinen Zweifel daran, dass die Person auf der anderen Seite viel Aufmerksamkeit erregen würde, wenn sie sie nicht hereinließ. Sie ging zur Tür und fragte sich, ob man ihr glauben würde, dass sie sich verlaufen hatte. Vielleicht würden sie ihr nicht die Schuld geben, wenn sie bettelte? Verdammt, was war mit ihrem Atem?
Bevor der wütende Besucher mehr Aufmerksamkeit erregen konnte, entriegelte sie die Tür, öffnete sie und wich sofort zurück, als die Person auf der anderen Seite hineinstolperte und sich an der Tür festhielt, um sich aufrecht zu halten. Ihr Pech wurde nur noch schlimmer. Trotz seines offensichtlich betrunkenen Zustands war er kein Diener. Sie brauchte nicht auf das Etikett seines Anzugs zu schauen, um zu wissen, dass er teuer war, viel zu teuer für das Personal. Ein Wort von ihm und sie würde wegen Hausfriedensbruch ins Gefängnis geworfen.
Doch sein Ärger wich Überraschung, als er sie ansah. Sein Körper füllte die Tür aus, sodass es für sie unmöglich war, einfach an ihm vorbeizuschlüpfen, und er zeigte keine Anzeichen dafür, dass er sich bewegen würde. Selbst in ihrem derzeitigen Zustand konnte Regina erkennen, dass er jung war, wahrscheinlich nur wenige Jahre älter als sie selbst. Sein dunkelbraunes Haar hing verlockend über seine Stirn, und seine braunen Augen musterten sie mit einem prüfenden Glanz. Beiläufig fragte sie sich, was er von diesem unerwarteten Treffen hielt, während sich seine Stirn runzelte.
Plötzlich taumelte er nach vorne, ergriff ihre Hand und zog sie eng an sich, ihre Lippen wurden von seinen geküsst. Regina wusste nicht, wie sie reagieren sollte, bevor sie ihre Hände auf seine Brust legte und ihn wegschob.
„W-was machst du?“
„Alles, was du tun willst, Baby“, lachte er und trat vor, schloss die Tür und zog sie erneut an sich. „Warum bist du sonst in meinem Zimmer?“
„Dein Zimmer?“ Regina schluckte schwer. „Nein, ich...“
Er unterbrach sie mit einem weiteren Kuss. Der Geruch von Bourbon war fast überwältigend, als er ihren Körper an sich drückte. Seine Zunge drang in ihren Mund ein, drehte und verwickelte sich mit ihrer, während seine Hände ihre Kurven streichelten und ihr ein Stöhnen entlockten, bevor sie es merkte.
„Hmm, warte... nein...“ Regina versuchte, Abstand zwischen ihnen zu bringen. Es schien ihn nicht zu stören, sie in seinem Zimmer zu finden, was bedeutete, dass sie eine Chance hatte, ohne rausgeworfen zu werden, zu entkommen. „Entschuldigung, ich wollte das nicht... Ich wusste nicht, dass es dein Zimmer ist... Ich kann gehen und...“
Er nahm ihre Hand und drehte sie plötzlich um, zog sie eng an sich. Seine andere Hand glitt um ihre Taille, und er summte, während er mit ihr tanzte. Es war zu surreal für sie, um es zu begreifen, und das Drehen machte sie praktisch benommen, zusätzlich zu dem Alkohol, der ihre Gedanken vernebelte. Er hielt höflich inne, senkte sie galant und verlor dann das Gleichgewicht.
Sie fielen gemeinsam auf das Bett. Seine Lippen eroberten ihre erneut, während er sie streichelte. Er beugte den Kopf und knabberte an ihrem Nacken, der aus dem Kragen ihres Hemdes hervorschaute und sie in Wellen des Vergnügens versetzte. Es war so lange her, dass jemand sie berührt oder angesehen hatte, ohne einen Hauch von Ekel. Sie wollte nicht, dass dieser Moment endet. Tatsächlich wollte sie noch mehr.
Er fummelte an den Knöpfen ihrer Bluse, bevor er es schließlich schaffte. Seine Hände tasteten sanft nach ihren Brüsten, als er sein Gesicht zwischen den weichen Hügeln vergrub. Regina äußerte ihre Anerkennung mit einem Stöhnen. Er befreite ihre Brüste von ihrem BH und verschlang sie gierig, neckte ihre Brustwarzen und löste ein weiteres Beben des Vergnügens in ihr aus, wie elektrische Ströme.
Regina wand sich vor Zufriedenheit und brauchte mehr. Ihr erstes Mal mit ihrem Ex-Freund war so vergesslich wie kurz gewesen. Es war fast vom Moment des Beginns an vorbei gewesen. So ungeduldig er gewesen war, ihre Zustimmung zu bekommen, sein einziger Gedanke war es, seinen Schwanz in sie hineinzubekommen, bevor er ejakulierte. Es war in wenigen Minuten vorbei gewesen und hatte sie schmutzig und beschämt zurückgelassen.
Aber diese Gedanken waren jetzt weit weg von ihrem Verstand. Sie wusste nicht, dass es sich auch so anfühlen konnte. Diese Empfindungen waren so neu und überwältigend. Es war glorreich, und dieser Mann wusste definitiv, was er tat, als er immer mehr Genuss aus ihr herauskitzelte.
Regina keuchte, als sein erigiertes Glied in sie eindrang. Sie war so von den Wellen der Euphorie überwältigt, dass sie nicht einmal bemerkt hatte, wie er geschickt die Stoffschichten entfernt hatte, die sie voneinander trennten, bis er plötzlich in ihr war. Seine Neckereien hatten ihren Körper so entspannt und erregt, dass er kaum auf Widerstand stieß, als er eindrang, und sie war so feucht, dass er leicht hineinglitt. Sie stöhnte bei den neuen Empfindungen, die nun tief in ihrem Inneren explodierten, enttäuscht, dass es fast vorbei war.
Doch es war nicht vorbei.
Mit einem Stöhnen zog er sich zurück, bevor er erneut in sie stieß, seinen Rhythmus fand und sie auf Weisen neckte, von denen sie nicht einmal wusste, dass sie möglich waren. Sie bewegte sich mit ihm, genoss die Reibung ihrer Körper, als sie sich aneinander schmiegten. Ihr Körper schien plötzlich ein Eigenleben zu haben und bog sich, um ihn weiter zu ermutigen, während sein Tempo zunahm.
Vergnügen ergriff sie, als sie sich um seinen erigierten Stab schloss. Er verlangsamte, neckte sie mit einem anhaltenden Orgasmus, bevor er sein Tempo erneut steigerte. Er war wie ein Tier. Regina konnte kaum mithalten, als ihre Stöhne lauter und dringender wurden und ihn zu noch größeren Taten anspornten.
Ihr nächster Höhepunkt kam wie im Flug, und er stöhnte schließlich und entlud sich in ihr. Bevor er das Bewusstsein verlor, murmelte er: „Verdammt, du bist der beste Fick, den ich je hatte.“
Noch immer von der intensiven Begegnung erschöpft, gab Regina der Müdigkeit nach und fiel in einen zufriedenen Schlaf.